Von HEIKE HÜBSCHER, 30.10.05, 16:49h, aktualisiert 31.10.05, 09:46h
Bechen - Der Schuss löst sich und trifft. Wen? Das wird noch nicht verraten. In guter englischer Kriminalkomödienart zeigen die Laienschauspieler der Gruppe „Boulevard Bechen“ in diesem Jahr zum zehnjährigen Bestehen ihr Talent auf der Bühne im Festzelt der Gaststätte Kalyva. Regie führt traditionell Tradition Manfred Rahier. Und auch diesmal beweist er sein gutes Gespür für die richtige Wahl bei der Rollenbesetzung. Ellen Strippel als Lady Ellen an der Seite von Heiner Hüpgen als Sir George Middlesome, Earl of Eastermoor, brillieren als Ehepaar alten Landadels. Karl Heinz Müller glänzt mit einem Hauch nasalen Sprechens als ihr Kammerdiener Mortimer - um nur drei der insgesamt 14 Laiendarsteller herauszugreifen. Worum es geht? Earl und Lady wachsen die Schulden über den Kopf. Alles ist verloren: Geld, Schloss und alles was dazu gehört.
Kleine Fallstricke
Als Gentleman bleibt ihm der Ehre wegen nur ein Schluss - er plant sein Ableben und seine Frau will sich ihm anschließen. Jedoch ist das Vorhaben leichter geplant als ausgeführt. Das Stück „Bubblegum und Brillanten“ von Jörg Baumgarten zeigt auf humorvolle Art Fallstricke von Selbstmördern, Mördern und Brillanten. Die Proben für das Stück laufen schon seit den Osterferien. Da die Schauspieler stark in Beruf und Termine eingebunden sind, zerlegte Manfred Rahier die Szenen in kleine Einheiten. Bei den letzten Proben am vergangenem Wochenende fügte er die Mosaiksteine zusammen. So mancher Mitspieler sah dadurch Szenen zum ersten Mal. Rahier konnte daher die Reaktion des Publikums „schon einmal antesten“. Er durchforstet für das Laientheater um die 30 und 40 Theaterstücke, bis er fündig wird. „Wenn ich beim Lesen schon dreimal lache, dann kommt es in die engere Auswahl“, beschreibt er sein stärkstes Kriterium. Die Zuschauer können sich also auf einen amüsanten und kurzweiligen Abend freuen. Das Stück wird insgesamt sechsmal aufgeführt: am 4. bis 6. und 11. bis 13. November. Die Karten waren allerdings innerhalb von 50 Minuten restlos ausverkauft. Einziger Trost: Im nächsten Jahr gibt es ein neues Stück zu sehen.
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