Von GISELA SCHWARZ, 24.10.06, 18:43h, aktualisiert 24.10.06, 18:44h
Sind es Gottheiten? Jedenfalls wirken die Wesen mit den langen abstrahierten Beinen, den ausladenden ringförmigen Brüsten und eckigen Armen wie mythologische Daseinsformen aus einer anderen Welt. Oder auch aus Mexiko, von dessen Kultur die Künstlerin inspiriert wurde. Im Pressepavillon geben Zeichnungen Aufschluss über den Schaffensprozess von der ersten Idee bis zur dreidimensionalen, abstrahierten Form.
Lu Possehls Installationen aus hell glänzendem Stahl und dem Edelrost Corten korrespondieren mit den großformatigen Werken von Peter Lorenz in den Foyers von IKK und Hauptgebäude des Technologieparks. Das Quadrat bestimmt das Bild als einzige konkrete Form auf dem informellen Untergrund oder als serielle Form auf einer Ebene. Der Betrachter könnte sich in dieser fiktiven Landschaft verlieren, wäre da nicht das Quadrat, an dem sich das Auge orientiert und das wie ein Fenster in die weitere Bildwelt führt. Es entspricht ganz dem Titel der Ausstellung, die von Karsten K. Panzer PerZan künstlerisch konzipiert wurde: „...zwischen Räume...“. Bei der Ausstellungseröffnung am Montagabend führten Gitarrist Philipp van Endert und Saxophonist Johannes Lemke mit subtilen Klängen in die Kunst von Possehl und Lorenz ein. Noch bis zum 12. März werden die Werke ausgestellt. Besonders bei den Skulpturen von der Bildhauerin Lu Possehl im Außengelände dürften sich im Zeitenwechsel von Winter und Frühling interessante Aspekte entwickeln.
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