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Jecke Hühner im Kamelleregen

Von MICHAEL HEDRICH, 18.02.07, 18:29h

Bergisch Gladbach - Lachen, schunkeln, tanzen singen - und dazu ein toller Zoch. Am Karnevalssonntag bekamen die Gläbbischer alles, was das jecke Hätz begehrt.

BILDER: ROLAND U. NEUMANN
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Prinz Martin II. präsentierte sich den Bergisch Gladbacher Jecken beim Karnevalszug in Hochform.
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Prinz Martin II. präsentierte sich den Bergisch Gladbacher Jecken beim Karnevalszug in Hochform.
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Die Hebborner Buure fuhren mit bunten Heißluftballons durch die Stadt (l.), und ein jeckes Huhn verteilte rote Rosen.
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Bergisch Gladbach - „Wat mir Jecke in der Welt entdecke“ hieß das Motto - 111 Wagen und Fußgruppen entführten zigtausende von Zuschauern am Straßenrand für rund zwei Stunden auf eine Reise rund um den Globus. Dabei hatten schon vor Eintreffen des Zuges auf dem Konrad-Adenauer-Platz die Labbese mit ihrem Hit „Die Welt, das ist ein Irrenhaus“ die Verhältnisse klargestellt. Zusammen mit den „Flöckchen“ hatten sie die Jecken in Stimmung gebracht, bevor um 14.20 Uhr die „Zugspitze“ mit „Lügschuster“ David Bosbach, dem Fanfarenzug St. Cecilia aus Aarsele in Belgien und der Lok von Zugleiter Helmut Kraus auf dem Platz auftauchte.

Danach ging's richtig rund. Dabei wurde schnell klar, dass der Gläbbischer Fastelovend eine Zukunft hat. Gerade die jungen Gruppen bewiesen Fantasie und Kreativität: Eine „Arche Noah“ mit Tigern, Ratten, Hühner und Krokodilen schickte die Kirche vom Heilbrunnen ins närrische Rennen, die Mitglieder der KJG Hand waren als Hühner und Eier verkleidet, auch die Pfarrjugend von St. Clemens kam als buntes Federvieh und die Messdiener aus Gronau, Hebborn und Stadtmitte, angeführt von Pastor Norbert Hörter, gaben sich als gelb glänzende Chinesen. Bei der „KG Echte Fründe us Refrath“ hatten sich Fabelwesen aus dem Wald eingestellt, ganz und gar außerirdisch präsentierte sich „De Verkummene Jugend“ unter dem Motto „Von fernen Planetenwelten kommen wir her, fiere mit üch Fasteleer“.

Synchronwerfen

Ein beeindruckendes Bild boten die „Hebborner Buure“, die als Ballonfahrer mit bunten Heißluftballons unterwegs waren und dazu noch eine Showeinlage beim „Synchronwerfen“ mit Kamelle boten. Die Welt auf dem Kopf trugen die Jecken der KG Blau-Rot Schildgen und die Paffrather Pappnasen kamen als Clowns aus der Reisetasche.

: Auf einer Tenne mit viel Stroh präsentierten sich die „Löstige Landeier“ als Gemüse, bei den „KG Torringer Igel“ fuhren Wolfgang Bosbach und „Doof Noss“ Hans Hachenberg als Pappmaschee-Kameraden mit. „De Schluppühle“ hatten aus der Sendung mit der Maus den Maulwurf mitgebracht. Der hätte ihrer Meinung nach in „Bergisch Buddelbach“ ein weites Betätigungsfeld. Gefährlicher kam die „KAJUJA“ daher. Ihr Motto: „Mir all sin Bazille, jäjen uns jit et kein Pille“. Die „Gläbbiger Lümmele un Lümmelümche“ versteckten ihre Kritik an fehlenden Örtchen unter dem Motto: „Ärm dran bist du als Blumenhippie, musst du in Gläbbisch einmal Pippi“.

Noch bevor Seine Tollität Prinz Martin II, Bauer Woldi und Jungfrau Margit die Jecken zum Jubeln brachten, sorgten noch die „Schlader Botze“ mit gleich drei Festwagen für einen Kamelleregen. Auf dem Gesellschaftswagen der KG Große Gladbacher stand diesmal nicht Präsident Wolfgang Bosbach im Mittelpunkt: „Brauchtumsvater“ Franz Heinrich Krey wurde am Karnevalssonntag 77 Jahre alt.

Alle Züge, alle Fotos unter  www.ksta.de/rbo-fotolines



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