Von STEFAN KUNZE, 25.05.07, 17:39h
Die Belkaw nennt zwei mögliche Ursachen für die Keimbelastung. „Entweder sind die beim Bau in die Leitung gelangt oder es gibt eine alte Leitung direkt im Haus, die kaum benutzt wird. Sowas ist oft die Brutstätte für Keime“, sagt Hradil. Gegen diese These spricht, dass das Problem bei zwei Häusern aufgetreten ist. „Da muss man dann genau schauen, wie die Häuser an das Wassernetz angeschlossen sind“, erklärte der Belkaw-Mitarbeiter.
Zur Zeit versucht der Wasserversorger, durch kräftiges Spülen die Keime aus den Leitungen herauszubekommen. Rund um die Uhr läuft Wasser aus einem Hydranten vor dem Haus der Schmitters die Straße in Richtung „An der Jüch“ hinab. „Bei uns haben die extra die Wasseruhr abgebaut“, berichtet Schmitter. Durch einen Gartenschlauch läuft das Wasser unmittelbar nach Eintritt in das Haus wieder auf die Straße hinaus. So soll die „letzte Meile“ zwischen Wassernetz und Haus freigespült werden.
Am Freitag nahm das Gesundheitsamt Proben und schickte sie zur Untersuchung ins Labor. Die Ergebnisse sollen am Wochenende vorliegen und die Anwohner umgehend informiert werden. „Es liegt keine akute Gefährdung vor. Die Maßnahme ist rein vorsorglich“, beruhigt Birgit Bär vom Rheinisch-Bergischen Kreis.
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