Von MARKUS DÜPPENGIESSER, 01.06.07, 18:00h
Bochum / Bergisch Gladbach - Am 13. Mai ist Kabongo Kabeya am Brandenburger Tor aufgebrochen zu einem 600 Kilometer langen Fußmarsch für den Frieden. Am Dienstag erreicht der gebürtige Kongolese, der seit 15 Jahren in Bergisch Gladbach lebt, seine „zweite Heimat“. Am Mittwoch macht er sich auf den Weg nach Köln, wo abends der Kirchentag beginnt. Die letzte Etappe nimmt er gemeinsam mit der Q1-Jugend und den Mitarbeitern der Gnadenkirche in Angriff.
Gestern lief der 36-Jährige, den alle „Paulin“ nennen, von Dortmund nach Essen. Kurz vor Bochum haben wir mit ihm telefoniert. „Letzten Dienstag hab' ich mich überanstrengt. Aber jetzt geht es mir wieder besser“, sagt er. Die kleine Krise scheint überwunden: „Die 60 Kilometer von Soest nach Iserlohn waren das Schlimmste“, erzählt er. Nicht nur, dass die Etappe besonders lang war. „Es war Regen, Regen, Regen. Nasse Schuhe, nasse Socken, nasse Füße, alles war nass.“ Von 9 Uhr früh bis 20.30 Uhr abends hat Paulin sich vorwärts gequält. Doch das Ziel kommt näher, das beflügelt seine Schritte. Und natürlich die Idee, die hinter dem Marsch steht. „Ich gehe für den Frieden“, sagt der Mann, der aus dem kriegerischen Kongo nach Angola flüchtete und 1992 nach Deutschland kam. Auf der Strecke sammelt er Geld für Unicef, außerdem will er auf das Schicksal eines Freundes aufmerksam machen, der 2005 in den Kongo abgeschoben wurde.
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