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Baugenehmigung

Ärger mit Affengehege

Von Ana Ostric, 30.06.07, 16:39h, aktualisiert 03.12.08, 15:50h

Warten auf eine Baugenehmigung: Affenbesitzer aus Neuwinkel streiten mit der Leichlinger Verwaltung.

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Christine Melzer und ihr Mann haben für ihre sieben Affen ein Außengehege gebaut. Doch die Idylle in Leichlingen-Neuwinkel trügt: Das Ehepaar hat noch keine offizielle Genehmigung erhalten.
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Christine Melzer und ihr Mann haben für ihre sieben Affen ein Außengehege gebaut. Doch die Idylle in Leichlingen-Neuwinkel trügt: Das Ehepaar hat noch keine offizielle Genehmigung erhalten.
Leichlingen - Erst seit knapp einem Jahr leben die Melzers in Leichlingen-Neuwinkel. Ihr Haus ist idyllisch gelegen, Wiesen und Wald grenzen an das Grundstück. Doch die Ruhe trügt: Das Ehepaar hat Stress mit den Behörden. Sieben Affen, darunter Kapuziner- und Liszt-Äffchen, außerdem ein Papagei und andere Vögel leben auf dem Hof. Für die Tiere hat der gelernte Tischler Ingo Melzer ein Außengehege gebaut, doch fehlt dafür nach wie vor die nötige Genehmigung durch die Bauaufsicht. Die Stadt Leichlingen hat geprüft, ob die Gehege mit dem Baurecht im Einklang stehen. Außerdem prüft der Artenschutzbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises, ob die Behausung artgerecht ist.

In anderen Bundesländern, so Christine Melzer, die schon mehrfach umgezogen ist, habe sie bislang problemlos alle nötigen Genehmigungen erhalten. "Denen geht es gar nicht um die Tiere", schimpft sie auf die hiesigen Behörden. Die Zuständigen wollten nicht verstehen, dass sie ihren Primaten langfristig ein gutes Leben ermögliche. Das habe sie auch Bürgermeister Ernst Müller gesagt. Warum sie überhaupt Affen halte, habe dieser wissen wollen. "Ich würde sie auch lieber in ihre Heimat bringen", habe sie geantwortet. Doch mit kranken Tieren sei das schwer möglich.

Noch ein Umzug?

Die Affenbesitzer aus Neuwinkel haben sich inzwischen einen Anwalt genommen. Sobald das Gehege offiziell nicht genehmigt wird, werde dieser Akteneinsicht verlangen. Dass die Melzers demnächst einen negativen Bescheid im Briefkasten haben werden, deutete Birgit Bär auf Nachfrage des "Leverkusener Anzeiger" an. Die Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises sagte: "Die Unterbringung ist nicht artgerecht." Die Gehege seien nach Ansicht des Artenschutzbeauftragten zu klein. Hinzu komme der baurechtliche Aspekt, zu dem die Kreisverwaltung eine Stellungnahme der Stadt Leichlingen angefordert hatte. Für das Außengehege in seiner jetzigen Gestalt werde es keine Genehmigung geben, so Bär.

Christine Melzer gibt sich mit Blick auf die drohende Ablehnung hin- und hergerissen. Eigentlich habe sie weder Lust noch Zeit für einen Rechtsstreit. "Wir haben uns einen Hof in Burscheid angeguckt", so Melzer, die einen neuerlichen Umzug in Erwägung zieht. Ihr Anwalt aber habe sie bestärkt, weiterzukämpfen. Zu den im Internet auf Tierschutzseiten kursierenden Vorwürfen, sie sei in der Vergangenheit bereits mit der Justiz in Konflikt geraten, sagt die Beschuldigte: "Das hat nichts mit den Tieren zu tun." Sie sei beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden. Sollten sich Christine und Ingo Melzer entschließen, gegen die wahrscheinlich negative Entscheidung des Kreises vorzugehen, müssten sie sich an die nächsthöhere Instanz wenden. Das wäre die Bezirksregierung in Köln.



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