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Kampf mit den Abschiedstränen

Von STEFANIE JOOSS, 11.02.09, 23:08h

Kürten-Spitze - Der „Kidshelp”-Vorsitzende Roger Valkenborghs zieht nach Kambodscha. Gestern startete Valkenborghs' Maschine - Freunde und Vereinsmitglieder verabschiedeten sich.

BILD: CHRISTOPHER ARLINGHAUS
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Geschenke für das neue Leben in Kambodscha: Freunde und Mitglieder des Vereins „Kidshelp Kambodscha“ sagten dem Vorsitzenden Roger Valkenborghs nur ungern Adieu.
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Geschenke für das neue Leben in Kambodscha: Freunde und Mitglieder des Vereins „Kidshelp Kambodscha“ sagten dem Vorsitzenden Roger Valkenborghs nur ungern Adieu.
Kürten-Spitze - Es war die Gelegenheit, Roger Valkenborghs ein letztes Mal zu sehen, bevor er seine Zelte in Biesfeld abbrach und nun in Kambodscha ein anderes Leben beginnt. Dort will Valkenborghs seine Entwicklungsarbeit fortsetzen und Kindern den Besuch einer Schule ermöglichen (der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete). Viele Freunde und Mitglieder vom Verein „Kidshelp Kambodscha“ feierten jetzt in Spitze Abschied, drückten und herzten ihren Roger Valkenborghs. Einige gaben ihm Geschenke für ihre Patenkinder mit, andere versorgten den Auswanderer mit Käse, Champagner und anderen Genüssen, auf die er in Kambodscha verzichten muss.

Nur weil sich alle zusammengerissen hätten, seien nicht so viele Tränen geflossen wie befürchtet, sagt Ortrun Eckardt von Kidshelp. Er gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, erklärte Valkenborghs selbst. Als der Biesfelder gestern ins Flugzeug nach Südostasien stieg, musste er gleichzeitig seine Freunde hierzulande verlassen. Am Flughafen in Phnom Penh wurde er andererseits von 120 Kindern erwartet. „Ich werde einen unvergesslichen Tag bei meinen Kindern erleben“, freute er sich auf seine Ankunft. 37 Termine stehen für die nächsten Wochen in Valkenborghs Kalender, ganz vorne ein Besuch beim Premierminister. In seinem künftigen Heim warten außerdem schon 21 neue Schützlinge auf ihn. Erst Ende November werde er wohl zur Ruhe kommen, vermutete Valkenborghs.

Ortrun Eckardts Aufgabe wird es künftig sein, in Deutschland Spenden zu sammeln. Zeitweise habe sie in einer Apotheke gearbeitet und sich ihren Lohn in Form von Medikamenten für Kidshelp auszahlen lassen, erzählte die Kürtenerin. Zwar sind im Moment alle bedürftigen Kinder in Patenschaften vermittelt.Trotzdem braucht Kidshelp mehr Mitglieder. Durch deren Beiträge würden derzeit rund 800 Euro im Monat nach Kambodscha gehen, so Eckardt. Doch allein das neue Waisenhaus, das Valkenborghs errichtet, wird jeden Monat 1500 Euro verschlingen.



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