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Beschwerden über Telekom häufen sich

Von STEFANIE JOOSS, 14.09.07, 18:26h

Bergisch Gladbach - Dutzenden von Bergisch Gladbachern hat die Telekom offenbar unaufgefordert einen Internet-Anschluss aufnötigen wollen. Anfang der Woche hatte die Telekom dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gegenüber noch von einem Ausnahmefall gesprochen.

Bergisch Gladbach - Nun war es doch kein Einzelfall: Weitaus mehr Personen als den Eheleuten Fink und Harald Ehmann aus Bergisch Gladbach hatte die Telekom einen Internetanschluss eingerichtet - ohne dass die Kunden diesen bestellt hatten. Anfang der Woche hatte die Telekom dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gegenüber noch von einem Ausnahmefall gesprochen. Doch jetzt meldeten sich noch mehr Betroffene zu Wort. Von mehr als 80 Personen allein aus Heidkamp berichtet der Bergisch Gladbacher Hermann Franc. Auch seinen Eltern sei nach „massiven Anrufen von Dritten“ - also externen Auftragnehmern der Telekom - unaufgefordert ein Internet-Anschluss verkauft worden. Beim Rückversand des gelieferten Splitters habe sich herausgestellt, dass bei der Postannahmestelle in Heidkamp vorher bereits rund 85 der Telekom-Päckchen abgegeben worden seien, sagt Franc.

Als „heftigen Vorfall“ bezeichnet Udo Wendlandt, Pressesprecher der Telekom, die Vorkommnisse. „Die Vielzahl der nicht im Kundenwunsch durchgeführten Tarifwechsel ist auffällig.“ Wie es dazu kommen konnte, kläre die Telekom zur Zeit „mit allem Nachdruck und aller Konsequenz“ auf. Der Verdacht verenge sich auf ein externes Call-Center, so Wendlandt.

Dass die Telekom erst jetzt auf die Beschwerden und Rücksendungen der Bergisch Gladbacher vom August reagiert, erklärt er so: Weil die Beschwerden bei unterschiedlichen Sachbearbeitern ankommen, sei die Häufung der Vorfälle nicht aufgefallen. Betroffene Kunden können den aufgenötigten Internetanschluss durch einen Anruf bei der kostenlosen Rufnummer 0800 / 330 10 00 oder per Einschreiben an die betreuende Niederlassung abbestellen. Die Anschrift steht auf jeder Telekom-Rechnung. Unaufgefordert zugesandte Päckchen könnten durch „Annahme verweigert“ kostenlos zurückgesandt werden.



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