Erstellt 23.09.07, 20:02h
Lohmar - Dass es nun das zweite Familienzentrum im Ort ist, das hat das „Evangelische Zentrum Lohmar“ aus dem Internet erfahren. Denn dort ist das evangelische Integrative Montessori-Kinderhaus auf der Website des Landes unter „Familienzentren“ aufgeführt. Das besondere an diesem Modell: Es besteht aus drei Kindertagesstätten, die im Verbundsystem zum Familienzentrum avancieren.
Das sind neben dem Wahlscheider Montessori-Kinderhaus, das zehn von 30 Plätzen für behinderte Kinder vorhält, das Kinderhaus „Arche Noah“ für 50 Kinder in Donrath und der Kindergarten „Regenbogenhaus“ für 75 Kinder in Birk.
Zum „evangelischen Profil“, das die drei Einrichtungen ihrer Familienarbeit geben wollen, zählen sie unter anderem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, bedarfsgerecht auch „zu ungewöhnlichen Zeiten“ zu öffnen und die unter Dreijährigen besonders zu fördern.
Die Menschen, ihr Freud und Leid, ihre Sorgen und Nöte sollen im Mittelpunkt des Interesses stehen, erklären die Leiterinnen der drei Einrichtungen. Wobei die Familienfreundlichkeit nicht mit Veranstaltungsangeboten dokumentiert werden solle, die wie aus dem Katalog einer Volkshochschule daherkämen. Kritische Töne wagen die Vertreter der kirchlichen Einrichtungen auch gegenüber dem geplanten Kinderbildungsgesetz (Kibiz) der Landesregierung: Da bestehe die Gefahr, dass Kindertagesstätten zu Verwahranstalten degradiert und die Eltern auch noch dafür zur Kasse gebeten würden. (il)
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