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Die Chancen verbessern - von Anfang an

Von STEPHANIE PEINE, 19.03.08, 17:24h, aktualisiert 19.03.08, 17:30h

Bergisch Gladbach - Die „Stiftung Quirl” soll ein Netzwerk der Bildung für Kinder und Jugendliche werden.
Eine Spende von 300000 Euro ermöglicht die Gründung.

BILD: ARLINGHAUS
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Mehr Bildung für Kinder: Das ist Ziel der Stiftung Quirl, die durch eine großzügige Spende möglich wurde.
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Mehr Bildung für Kinder: Das ist Ziel der Stiftung Quirl, die durch eine großzügige Spende möglich wurde.
Bergisch Gladbach - Der Geldsegen kam unverhofft. 300 000 Euro erhielt die Evangelische Kirchengemeinde Stadtmitte zu Weihnachten von einem Gladbacher Bürger. Das Geld soll in eine Stiftung für Kinder eingebracht werden. Mit den Zinsen des Stiftungskapitals soll in den Räumen der Gemeinde die Kinder- und Jugendakademie „Q1Stein“ entstehen, die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche verbessern will. „Das erlebt ein Pfarrer in seiner Amtszeit vielleicht einmal“, freute sich Pfarrer Thomas Werner über die finanzielle Zuwendung. Ursprünglich sei das Geld für Kinder in besonderen Notlagen gedacht gewesen. „Doch dafür sammeln wir in jedem Gottesdienst“, erklärte Werner. „Wie wollen aber an die Ursachen heran für Armut und Benachteiligung, und das ist an erster Stelle mangelnde Bildung.“

So entstand der Gedanke, eine Kinder- und Jugendakademie zu gründen, die allen Kindern der Stadt offen stehen soll. Die Leitung übernimmt Janine Beier. Ihre Stelle wird von der Stiftung finanziert, während zusätzliche Angebote für Kinder auch aus den Mitteln des Q1-Jugend- und Kulturzentrums bezahlt werden sollen, so Werner. Zustiftungen und ehrenamtlicher Einsatz seien daher stets willkommen. Gemeinsam mit dem Jugendamt wurde ein Konzept entwickelt. „Zunächst wollen wir über den eigenen Tellerrand hinausschauen und sehen, was es bei Schulen, Vereinen, Kirchen und anderen Einrichtungen bereits an Angeboten für Kinder gibt“, führte Werner aus. Ein derartiger Überblick fehle bisher. Er soll verraten, auf welchen Gebieten ein ausreichendes, vielleicht sogar ein Überangebot und wo ein Mangel besteht. Anschließend soll Vorhandenes vernetzt und optimiert, Lücken im Angebot sollen geschlossen werden. „Vielleicht ist es sinnvoller, statt des x-ten Sprachförderkurses eine Theatergruppe anzubieten“, nannte Werner ein Beispiel. „Auch so wird Sprache verbessert“, sagte der Pfarrer, der eng mit den Schulen zusammenarbeiten möchte. Eine wichtige Säule sei zudem die Stärkung politischer Bildung. Janine Beier: „Geplant ist ein Kinder- und Jugendparlament, vielleicht auch die Wahl eines Kinderbürgermeisters.“



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