Von Laura Becker, 06.11.08, 19:21h, aktualisiert 06.11.08, 19:23h
Mehrere private Pflegestellen päppeln die Katzenbabys auf und versorgen sie medizinisch, bis Eva Zernack für sie ein neues Zuhause sucht. „Wir vermitteln nur Tiere mit Schutzvertrag, alle werden entwurmt und geimpft“, erklärt sie die Abläufe. Momentan habe der Verein sehr viele Tiere, darunter auch den 14 Jahre alten Wohnungskater „Lucky“, für den Zernack dringend eine neue, feste Bleibe sucht.
Katzenbabys im Duett
„Die Babykatzen geben wir nur in Haushalte ab, in denen bereits eine Katze lebt oder aber im Doppelpack“, erzählt die „Katzenmutti“. Die Tiere bräuchten Gesellschaft, alleine fühlten sie sich einsam. Erwachsene Katzen vermittele sie aber auch alleine, wenn sie - wie „Lucky“ - beim Vorbesitzer bereits als Einzeltiere gehalten worden seien. Pro Katze verlangt der Verein eine Schutzgebühr von 100 Euro. Jedoch seien die Tiere weit mehr wert, da alleine die Veterinärkosten diese Summe überstiegen.
Eva Zernack kümmert sich mit rund zehn ehrenamtlichen Helfern um das Wohl der kleinen Vierbeiner. Außerdem beheimatet sie einige Kleintiere wie Mäuse, Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen. Interessenten, die selbst kein Tier aufnehmen können, haben bei dem Verein auch die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine Katze oder ein Kleintier zu übernehmen. Dann zahlt der Pate einen abgesprochenen Betrag im Monat, wovon Futter gekauft und / oder die Tierarztrechnungen bezahlt wird.
Der Verein nimmt nur Katzenjunge an, deren Elterntiere kastriert wurden, um noch mehr unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Bevor die vermittelten Katzen in ihrem neuen Heim bleiben, statten die Mitglieder des Vereins den zukünftigen Haltern einen Besuch ab. Sie wollen so sicher gehen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. „Einmal mussten wir unsere Katze leider wieder mitnehmen“, erzählt Eva Zernack.
Der Verein kümmert sich auch um Katzen und Kleintiere, die von ihren Besitzern nicht mehr gewollt werden, und sucht für die Tiere eine neue Familie. Dabei arbeitet die „Katzenfreiheit“ mit Tierheimen und anderen Schutzorganisationen zusammen. „Doch momentan haben wir in allen Pflegestellen so viele Katzen und Kleintiere, dass wir erstmal wieder welche vermitteln müssen“, sagt Eva Zernack. Sie würde am liebsten selbst noch ein paar weitere Kätzchen aufnehmen. „Doch ich habe schon so viele.“
Interessierte können sich auf der Homepage der „Katzenfreiheit“ über die Abgabetiere und den Verein informieren. Nach Terminabsprache ist ein Besuch in Schildgen möglich: 02202 / 96 04 91.
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