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Boulevard Bechen

Chaos im munteren Spuk-Schloss

Von Ingrid Bäumer, 06.11.08, 19:10h, aktualisiert 06.11.08, 19:34h

Mittelalter trifft auf Moderne - bei der Amateur-Theatergruppe vom Boulevard Bechen kann das nicht ohne amüsanten Streit abgehen. Premiere ist am 7. November.

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Das Mittelalter läßt grüßen - in Form eines nicht so ganz lebendigen Ehepaares. (Bild: CA)
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Das Mittelalter läßt grüßen - in Form eines nicht so ganz lebendigen Ehepaares. (Bild: CA)
Kürten - Als das Gaunerpärchen Susi und Rocky sich in ein altes Schloss flüchtet, um die Beute zu verstecken, ahnen die beiden nicht, welch ungünstigem Moment sie erwischt haben: In den nächsten Minuten rücken ihnen drei zerstrittene Geschwister, ein Notar, ein Filmregisseur samt Crew, ein geisterndes Ehepaar und weitere Gestalten auf die Pelle. Auf der Bühne wird es immer voller und chaotischer - aber vor allem: lustig. Dafür garantiert die Amateur-Theatergruppe Boulevard Bechen, die seit zwölf Jahren Erfolge feiert. Die Aufführungen sind so gut wie immer ausverkauft, die Eintrittserlöse gehen an wohltätige Zwecke.

„Die spukende Erbschaft“ heißt diesmal die Vorlage, ein Stück von Martina Worms. Gespielt wird - wie immer - im umgebauten Saal des Restaurants „Kalyva“ vor 150 Zuschauern. „Vor 18.30 Uhr lassen wir keinen rein“, kündigt Ellen Strippel von der Theatergruppe an. „Wir haben auch schon erlebt, dass sich Leute über die Verbindungstür an den Toiletten in den Saal schleichen.“ Kollege Rainer Uelpenich ergänzt schmunzelnd: „Die wollten einen guten Platz ergattern.“

Besonders stolz ist Uelpenich, der den zänkischen Geister-Opa Ferdinandus spielt, auf das Bühnenbild: Das plastisch aussehende Gemäuer des Spukschlosses erstreckt sich über die gesamte Stirnseite des Saals. „Eine professionelle Bühnenmalerin aus Bonn hat es gemacht.“

Seit Ostern werde geprobt, erzählt Spielleiterin Gudrun Fuhrmann. Mittelalterliche Spukschloss-Atmosphäre verbreitet eine mannshohe Ritterrüstung am Kopfende. „Wir haben sie gekauft“, verrät Strippel. Damit der Spaß nicht zu teuer wird, will Strippel das schwere Stück nach der Aufführung im Internet wieder veräußern. Und die altertümlichen Kleider, in denen das seit 400 Jahren untote Ehepaar seine lebenden Verwandten heimsucht, stammen vom Online-Versand. „Sehen aber echt aus“, findet Uepenich.

Aufführungen im Saal des „Kalyva“ (Kölner Straße 375) sind von Freitag, 7. November bis Sonntag, 9. November, am Mittwoch, 12. November sowie von Freitag, 14. November, bis Sonntag, 16. November. Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Vereinzelte Karten zum Preis von zwölf Euro gibt nur noch für die Mittwochsaufführung (erhältlich bei der örtlichen Raiffeisenbank).



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