Von Diethelm Nonnenbroich, 20.11.08, 16:58h, aktualisiert 09.02.09, 14:02h
Aus Liebe zu einer jungen Dame aus Haan kehrte der Waliser 1979 seiner Heimatstadt Swansea den Rücken und zog zu seiner späteren Frau nach Deutschland.
Erste Station war Dieburg in Hessen, wo er 1994 mit seinem heutigen Partner Detlef Theis das Unternehmen gründete. 2003 verlegten sie den Firmensitz nach Overath, der Heimatgemeinde von Theis. Die damals 16 Personen zählende Belegschaft machte den Umzug vor 14 Jahren komplett mit. Heute beschäftigen Spiggle und Theis 30 Mitarbeiter. „Wir schreiben Jahr für Jahr ein Umsatzplus von acht bis zwölf Prozent“, so der Geschäftsführer. „Im letzten Jahr haben wir fünf neue Arbeitsplätze geschaffen“, fügt er sichtlich stolz hinzu.Seit fünf Jahren haben die Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten einen Stand auf der Messe. Spiggle: „Ich bin für die nächsten drei Tage mit Terminen komplett ausgebucht.“ Verkaufsleiter Bernd Schnieber bestätigt: „Bei mir ist es ähnlich. Wir operieren weltweit und verkaufen in den einzelnen Ländern über ein Händlernetz. Unser Messestand auf der Medica ist ideal, um internationale Partner zu treffen.“ Deshalb sei die Medica für sein Unternehmen „eine Pflichtveranstaltung“.
In den vergangenen fünf Jahren haben die Overather ihre Produktpalette kräftig ausgebaut. Neben ihrem Kerngeschäft - den Implantaten für Ohr und Auge - beliefern sie die Krankenhäuser zusätzlich mit Verbandsstoffen, Ohrtamponaden, Kunststoffprothesen und Spezialbohrern für die Ohrchirurgie. Schnieber: „ Wir sind einer der wenigen, die eine fast komplette Produktlinie für die HNO-Chirurgie liefern können.“
Premiere auf dem Messestand der Overather hatte der „Voxel-Man“. Spiggle: „Ärzte und Informatiker der Uniklinik Hamburg-Eppendorf haben einen computergesteuerten Operationssimulator entwickelt, bei dem, ähnlich wie ein Pilot an einem Flugsimulator, der Chirurg eine Ohroperation komplett durchspielen kann.“ Laut Schnieber simuliert der Rechner sogar die so genannte Haptik: den Gegendruck des menschlichen Gewebes, wenn sich der Operateur mit einem Bohrer den Operationskanal frei schneidet.
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