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Driescher Kreuz

Auf und nieder - immer wieder

Von Matthias Niewels, 07.12.08, 19:32h, aktualisiert 08.12.08, 18:46h

Am Sonntag wurde Bergisch Gladbachs neueste Attraktion erstmals in Betrieb genommen. Der erste Testlauf der Schranken-und Signalanlage am Driescher Kreuz verlief glatt.

Driescher-Kreisel
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Am Driescher-Kreisel fällt es nicht immer leicht den Durchblick zu behalten: 14 Schranken, 23 Ampeln und acht Lautsprecher wurden getestet. Und einen Spitznamen hat er auch schon: Kirmeskreisel. (Bild: RUN)
Driescher-Kreisel
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Am Driescher-Kreisel fällt es nicht immer leicht den Durchblick zu behalten: 14 Schranken, 23 Ampeln und acht Lautsprecher wurden getestet. Und einen Spitznamen hat er auch schon: Kirmeskreisel. (Bild: RUN)
Bergisch Gladbach - Ein Knopfdruck genügt und das Driescher Kreuz verwandelt sich in ein laut hupendes und blinkendes Verkehrsbauwerk der besonderen Art. Insgesamt 14 Schranken, 23 Lichtzeichen und acht Lautsprecher nehmen dann ihren Dienst auf. Zuerst leuchten die Fußgängerampeln, dann gehen dort die Schranken nieder. Nach zwei Minuten folgen die Schranken für den Straßenverkehr. Die Bahn könnte nun kommen. Während der ganzen Zeit krächzen die Lautsprecher.

Lichtsignal für Lichtsignal und Schranke für Schranke überprüft Dieter Schuth auf ihre Tauglichkeit - oder besser: Er prüft, ob alles so ist, wie in den Plänen. Die Pläne stammen von der Firma „Scheidt und Bachmann“ (SB), die auf Systeme für Signaltechnik spezialisiert ist.

Kai Schmieglitz ist für SB vor Ort. Von der Technik her kann er recht zufrieden sein.

Alles funktioniert wie geplant. Die einzelnen Abläufe greifen ineinander, die Zeitpläne werden eingehalten. Allerdings sind die Schwierigkeiten nicht zu übersehen. Da es fast überall rot blinkt, sind Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer gleichermaßen irritiert. Dabei sind es am Sonntagmorgen nur eine Hand voll Menschen, die dort unterwegs sind.

Es kommt zu einigen haarsträubenden Szenen. Da ist zum Beispiel der Radfahrer, der parallel zum roten Licht stehen bleiben will. Was er übersieht, ist die Schranke über seinem Kopf. Schmieglitz und Schuth rufen ihm laut zu: Er schiebt sein Fahrrad zurück und so bleibt ihm eine Beule erspart.

Autofahrer sind besonders irritiert. Denn zuerst blinken ja die Ampeln für die Fußgänger rot. Viele Fahrer merken nicht, dass sie weiter fahren können. So halten sie - wie der Fahrradfahrer - unter einer Schranke. Schmieglitz und Schuth sind immer wieder im Einsatz, um Autofahrer aus dem Gefahrenbereich zu lotsen. Mancher Fahrer ist so verwirrt vom leuchtenden, hupenden Kreisel, dass er mehrere Extrarunden fährt, um die Situation einzuschätzen.

So ganz überraschend kommt dieses Ergebnis zumindest für städtische Mitarbeiter nicht. Dort hat der Driescher Kreisel schon einen neuen Namen bekommen: „Kirmes-Kreisel“. Eben weil es so toll blinkt und hupt.

Technisch finden Schmieglitz und Schuth den Kreisel in Ordnung. Für beide ist es die größte Anlage dieser Art in Deutschland. Am Mittwoch kommt die Beauftragte der Bahn, um für die Anlage endgültig grünes Licht zu geben. So könnte schon am Donnerstag der Kirmes-Kreisel seinen Dienst antreten.



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