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Modernisierung

Straßenlampen mit Steckdosen

Von Hans-Günter Borowski, 13.02.09, 20:42h, aktualisiert 13.02.09, 20:46h

In der Blütenstadt will der Stromversorger Belkaw gemeinsam mit dem RWE die Straßenbeleuchtung modernisieren. Teststrecken mit LED-Technik und Anschlüssen für Adventsschmuck sind schon in Betrieb.

Straßenlampen
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All diese Straßenlampen mit den verschiedensten Leuchtkörpern, Lichtfarben und Techniken stehen in Leichlingen. Bei der bevorstehenden Modernisierung sollen vor allem Energie gespart und Wartungskosten gesenkt werden. (Bild: Berg)
Straßenlampen
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All diese Straßenlampen mit den verschiedensten Leuchtkörpern, Lichtfarben und Techniken stehen in Leichlingen. Bei der bevorstehenden Modernisierung sollen vor allem Energie gespart und Wartungskosten gesenkt werden. (Bild: Berg)
Leichlingen - Leichlinger, die die neue Ausgabe der Belkaw-Kundenzeitschrift „tag & nacht“ gelesen haben, welche vor einigen Tagen im Briefkasten war, werden neidisch in die Nachbarschaft geblickt haben. Dort kündigt der bergische Stromversorger nämlich die Modernisierung von Hunderten Straßenleuchten an - in Odenthal, Kürten, Lindlar und auch in Burscheid werden Energie sparende und das Klima schonende Natriumdampf-Hochdrucklampen installiert.

Bei fast 900 Lampen sollen so jährlich 110 000 Kilowattstunden und 70 Tonnen CO gespart werden. Ein besonderer Clou: Es gibt jetzt sogar Straßenlaternen mit Steckdosen. Sie sind freilich nicht zur Selbstbedienung für Jedermann, etwa zum Auftanken des Elektroautos oder schnell einmal zum Laden des leeren Handy-Akkus bestimmt. Aber sie erlauben es zum Beispiel, die Weihnachtsbeleuchtung einzustöpseln - ein Problem, mit dem sich auch der Leichlinger Wirtschaftsförderungsverein plagt.

Hausanschlüsse

Er muss jedes Jahr in der Adventszeit Sterne und Schlitten über den Straßen aufspannen und mit Hilfe von Anwohnern und Geschäftsleuten irgendwo ans Stromnetz anschließen. Eine Teststrecke mit Steckdosen gibt es seit dem vergangenen Advent in Schildgen an der Altenberger-Dom-Straße. Dort sind 18 Laternen mit intelligenten Steuerungssystemen und Sparleuchten ausgestattet worden, was die Energiekosten um 30 bis 40 Prozent senken soll. Diese segensreichen Erfindungen und die Aussicht auf Einsparungen hat auch Bürgermeister Ernst Müller elektrisiert. Als er die Ankündigungen gelesen hatte, fragte er bei dem Energieversorger in Bergisch Gladbach nach „und was geschieht in Leichlingen?“

Die Antwort auf seinen Brief kam jetzt prompt und ist positiv: Bei den Elektrotechnikern geschieht derzeit eine ganze Menge und auch in der Blütenstadt soll die Straßenbeleuchtung gemeinsam mit dem RWE modernisiert werden:

! Noch 2009 werden die Beleuchtungen in den Fußgängerzonen im Brückerfeld saniert und mit Energiesparleuchten ausgerüstet. Bei dieser Gelegenheit soll auch überlegt werden, wo Steckdosen für den schnellen Anschluss von Weihnachtsbeleuchtungen sinnvoll wären.

! Bis 2010 werden vor allem die noch vorhandenen Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, die von der EU spätestens 2015 verboten werden, ausgewechselt. Von ihnen gibt es in Leichlingen noch mehrere hundert Stück.

! Eine Pilotanlage zur Umrüstung will die Belkaw der Stadt dieses Jahr vorstellen. Dann können auch die zu erwartenden Einsparpotenziale für Stromrechnung und CO-Ausstoß berechnet werden.

! Es laufen zudem bereits gemeinsam mit dem Partner Rhein-Energie Versuche mit noch moderneren LED-Techniken, die in der Automobilbranche ja bereits auf dem Vormarsch sind und vielleicht bald auch in der Straßenbeleuchtung neue Standards setzen. Nach den Sommerferien sollen Erfahrungen aus Pilotanlagen vorliegen.



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