Schriftgröße

Umfrage

Ab 11.11 Uhr ist Feiern angesagt

Von Ana Ostric, 19.02.09, 09:24h, aktualisiert 19.02.09, 09:25h

Ja, wo feiern sie denn? Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ fragte bei den Jecken nach. Die Vorfreude auf den Straßenkarneval ist groß, die meisten bleiben gerne in ihrem Ort und unter Freunden.

Karneval
Bild vergrößern
Anna Mai (links) feiert Karneval als Cowgirl. Dorothea Weber (Mitte) hat ein Clownskostüm gekauft, während sich Sarah Thommek gegen den Briefkasten entschieden hat. (Bilder: Ralf Krieger)
Karneval
Bild verkleinern
Anna Mai (links) feiert Karneval als Cowgirl. Dorothea Weber (Mitte) hat ein Clownskostüm gekauft, während sich Sarah Thommek gegen den Briefkasten entschieden hat. (Bilder: Ralf Krieger)
Rhein - Wupper - Das Warten hat ein Ende. Statt in dunklen Sälen können die Jecken ihre bunten Kostüme endlich auf den Straßen zeigen. Ab 11.11 Uhr ist Feiern angesagt. Dann übernehmen die Karnevalisten das Regiment von den Stadtoberen, rufen „Alaaf!“ und schmeißen bis Rosenmontag tonnenweise Kamelle und Strüßjer ins närrische Volk.

Das ist Straßenkarneval, darauf freut sich Anna Mai seit Wochen: „Da ist schon diese Vorfreude.“ Doch mit der Vorbereitung auf den Höhepunkt der fünften Jahreszeit hat sie sich Zeit gelassen. Erst gestern komplettierte sie ihr Kostüm und ging in den Leverkusener Luminaden einkaufen. Als Cowgirl wird die 16-Jährige ab heute unterwegs sein. Was fehlte, waren Hut und Patronengürtel, „ich konnte mich einfach nicht entscheiden.“ Ihr persönlicher Plan für die kommenden Tage steht aber: „Weiberfastnacht habe ich bis 12.30 Uhr Schule, danach gehen wir in Wiesdorf ins Karnevalszelt.“ Unterricht erwartet die Schülerin der Realschule Am Stadtpark heute aber nicht. „Die ersten zwei Stunden feiern wir in der Klasse, danach in der Sporthalle.“ Anna Mai will sich die Züge in Hitdorf und Wiesdorf anschauen. Auf Party in Köln verzichtet die Schülerin. In Leverkusen lasse es sich genauso schön feiern.

Ab zum Heumarkt

Sarah Thommek dagegen wird sich heute in die S-Bahn setzen und zum Kölner Heumarkt fahren. „Nach der Schule“, wie sie betont, denn das Landrat-Lucas-Gymnasium darf die 16-Jährige erst um halb eins verlassen. Ihr Wecker wird trotzdem schon um 5.30 Uhr klingeln, „eine halbe Stunde früher als sonst“, damit sie sich in Ruhe als Polizistin verkleiden kann. Den heutigen Abend wird Sarah Thommek aber nicht in Köln, sondern in der Opladener Stadthalle verbringen. Ihr Feier-Marathon umfasst außerdem die Züge in Hitdorf, Leichlingen, Lützenkirchen und Opladen. Auch die After-School-Party im Opladener Karnevalszelt will sie besuchen: „Ich finde gut, dass es hier was für junge Leute gibt.“

Ihre Freundin Judith Berner (16) freut sich, „dass am Dienstag zum Glück schulfrei ist“. Auch sie wird als Polizistin verkleidet ins Landrat-Lucas-Gymnasium kommen. Doch der Altweiber-Tag wird für sie nicht so beginnen, wie der ihrer Schulkameradin. „Unser Mathelehrer hat gesagt, wir machen Unterricht“, verrät Judith Berner. Polonäsen durch die Schule seien auch erst nach der vierten Stunde erlaubt.

„Überhaupt nicht in Feierlaune“ war Dorothea Weber einen Tag vor Weiberfastnacht. Und dass, obwohl die 50-Jährige heute nach Köln fährt. Das Wetter der vergangenen Tage habe ihre Vorfreude gedämpft, „aber es soll ja jetzt trocken bleiben“. Der Straßenkarneval fängt für sie mit einem kurzen Besuch im Büro an. Dorothea Weber arbeitet bei der Energieversorgung Leverkusen, „da machen wir ein Karnevalsfrühstück“. Um 10 Uhr wird sie sich mit ihre Freundinnen auf den Weg nach Köln machen „und abends gehen wir in das neue Zelt in Opladen“. Ihr Kostüm wird sie spontan auswählen - „je nachdem, wie die Laune ist.“



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Session 2012


Jecke Bildergalerien 2012


Die Karnevalszüge 2011


Völlig jeck!


WAS.WANN.WO.


Neues Vereinsportal


RHEINLAND WETTER


Polizeimeldungen


Stadtmenschen Community


Dienste