Von Matthias Niewels, 29.03.09, 19:36h, aktualisiert 29.03.09, 19:40h
Die Preisverleihung wurde ähnlich zelebriert wie der Oscar oder der Echo. Mit Moderation (Maren Kroymann) und Musik (Helmut Zerlett) die für sich allein Unterhaltungswert hatten. Aus der Laudatio für den „Wein Gourmet“ machte Joja Wendt eine richtige Show: Wendt und Zerlett spielten klassische Musik zusammen, aber jeweils nur mit einer Hand - mit den freien Händen tranken sie Wein. Als Feinschmecker gewählt und geehrt wurde Till Brönner. Der Jazzmusiker bedankte sich für die Wahl auf seine Art: „Ich habe immer gewusst, dass meine Trinkerei sich einmal lohnen wird.“
Die Ehrungen in den verschiedenen Kategorien zeigten, dass die Weinbauern ein sehr bodenständiges Völkchen sind. Da war nichts von Star-Allüren zu spüren. Die besten Weinbauern der Welt verstehen sich eher als große Familie: Man kennt sich, man trinkt seine Weine. Nach der Preisverleihung ging es zum kulinarischen Teil. Da servierten die verschiedenen Sterne-Köche ihre Meisterwerke. Bei Joachim Wissler gab es gerösteten Kalbskopf und Oktopus mit roten Zwiebeln. Insgesamt zwölf Meisterköche verwandelten das Schloss in einen Gourmet-Tempel. Für die Weinfreunde die absolute Krönung waren die Stände der Winzer im Schloss. Alle nominierten Weinbauern, nicht nur die Preisträger, kredenzten ihre Produkte. Unter den Gästen tummelte sich auch eine ganze Reihe Prominenz. „Hart aber fair“-Moderator Frank Plasberg oder Kochbuchautor Wolfram Siebeck. Sie sorgten dann für das Blitzlichtgewitter der Kameras, die zu solch einer Veranstaltung wohl dazu gehören. Am Ende des Abends, nach einem Feuerwerk, als die Küchen der Meisterköche abgebaut waren und im Ballsaal getanzt wurde, gab es dann auch - quasi als Rückkehr ins normale Leben - die gute alte Currywurst. Allerdings in einer Porzellanschale in Form einer Pappschale von der Imbissbude. Man gönnt sich ja sonst nichts.
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