Von Elke Landschoof, 27.05.09, 18:13h, aktualisiert 28.05.09, 11:27h
Von weitem sieht das Wäldchen ganz normal aus. Erst aus der Nähe sind die hölzernen Plattformen und die Seile zu erkennen. „K1 Hochseilgarten Kramerhof“ heißt die Anlage, die am Pfingstwochenende eröffnet wird. Für Kinder gibt es zwei Routen in 1,20 bis 1,50 Meter Höhe. Bei den Erwachsenen geht es höher hinauf. Zwei Parcours führen in sechs Metern Höhe zwischen den Bäumen durch. Und dann gibt es noch zwei Touren zwölf Meter hoch in den Lüften.
Sicherheit steht an erster Stelle. „Nach der Gurtausgabe erfolgt die Sicherheitsschulung“, sagt Kurt John, Leiter des Hochseilgartens. Einer der zwei Karabiner muss immer in einem der zahlreichen Stahlseile eingeklinkt sein. Auch der Helm ist obligatorisch. Auf einem Miniparcours in 1,50 Meter Höhe werden erste Erfahrungen mit der Seilrutsche, einem Schwebebalken und eine Hängebrücke gesammelt. Danach geht es in die Baumwipfel. „Wenn man dann herunter kommt, fühlt man sich großartig“, verspricht John. Auf den ersten Blick sehen die Wege zwischen den Bäumen ganz harmlos aus. Vor allem von unten. Es gilt, über Seile zu balancieren, Brücken zu überqueren und wacklige Holzbalken zu bezwingen. Und den inneren Schweinehund. In sechs Meter Höhe wird sogar der „Flohsprung“ mit einem Abstand von 1,50 Meter zur nächsten Plattform zur Herausforderung.
„90 Prozent passiert im Kopf“, ist sich Heinz sicher. Der studierte Sozialarbeiter und Erzieher ist einer von 15 Betreuern. Alle haben eine Zusatzausbildung als Hochseilgartentrainer. Der 27-Jährige ist von der Anlage begeistert, vor allem von dem Sicherungskonzept für die Kinder ist er angetan. Dort seien die Kleinen jederzeit mit einer Rolle gesichert, und ein Trainer gehe immer nebenher.
„Der Wald ist toll, und wir haben uns mit schönen Ideen austoben können“, sagt Holger Bickschäfer. Er ist Mitarbeiter der Firma „insight out“, die den Hochseilgarten konzipiert hat. In der Planungsphase sind die „Hochseilgärtner“ mit Flatterbänder durch das Wäldchen gezogen, um die Routen festzulegen. Im Laufe der nächsten Monate soll die Anlage um weitere Wege in den Baumwipfeln erweitert werden.
Die wackelige Hängebrücke ist überwunden. Von der letzten Plattform geht es an einer langen Seilrutsche, einem „Flying Fox“, wieder auf den Boden zurück. Das Einklinken der Karabiner ist schon Routine. Dann durchatmen, in den Gurt setzen, abspringen und mit einem Surren geht viel zu schnell Richtung Boden. Dennoch: ein berauschendes Gefühl.
Ab Samstag, 30. Mai, kann im K1-Hochseilgarten Kramerhof, Schalle-micher Straße in Odenthal, geklettert werden. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 19.30 Uhr, am Wochenende sowie an Feiertagen von 9 bis 19.30 Uhr. Preise: Erwachsene 19 Euro für drei Stunden, ermäßigt 15 Euro, Kinder acht Euro. Familienkarten 45 Euro. Mehr Infos im Internet.
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