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Bundesmodell „Aktiv im Alter“

Stadt richtet sich auf den Wandel ein

Erstellt 06.07.09, 19:49h, aktualisiert 06.07.09, 19:49h

Die Stadt beteiligt sich am Bundesmodell „Aktiv im Alter“ und hat einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro erhalten. Das Geld soll für Bedarfsermittlungen, Bürgerforen, Mitmachtage sowie Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden.

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Burscheid stellt sich auf mehr ältere Menschen ein. (Bild: ddp)
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Burscheid stellt sich auf mehr ältere Menschen ein. (Bild: ddp)
Burscheid - Einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro hat die Stadt Burscheid für die Teilnahme am Bundesprogramm „Aktiv im Alter“ bekommen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt mit dieser Initiative Kommunen, die ein Leitbild des aktiven Alters schaffen und in konkrete Verbesserungen umsetzen. Das Geld soll nach Mitteilung der Verwaltung für Bedarfsermittlungen, Bürgerforen, Mitmachtage sowie Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden.

Burscheid will den demographischen Wandel als Chance nutzen, heißt es. Denn ältere Menschen werden die Stadt in Zukunft immer stärker prägen - vom Beruf über die Freizeit bis zum Zusammenleben in der Kommune. „Ich bin davon überzeugt, dass viele ältere Menschen gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Akteuren bereit sind, sich in Burscheid zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Fördergeld sind wir in der glücklichen Lage, hier zum Beispiel Bürgerforen durchzuführen und weitere Aktivitäten zu finanzieren“, so Beigeordneter Stefan Caplan zu dem im Juni bewilligten Zuschuss.

Senioren-Zuwachs

Das Ausmaß der hohen Veränderung in der Bevölkerungsgruppe der Burscheider Einwohner ab 65 Jahren ist in einer Prognose der Senioren-, Pflege- und Wohnberatung des Kreises dokumentiert. Bis 2033 nimmt die Zahl der 65-jährigen und älteren Einwohner stark zu. Ihre absolute Zahl wird nach der Berechnung innerhalb von 25 Jahren von heute 3350 auf 6166 steigen. Mittelfristig - bis zum Jahr 2013 - wird sich die Teilaltersgruppe der 75- bis 80-Jährigen am stärksten erhöhen - bei einem Ausgangswert von aktuell 100 Prozent auf 129,3 Prozent, während die Einwohnerschaft insgesamt nur auf 101,3 Prozent steigt.

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der in Gang gesetzte Planungs- und Beteiligungsprozess die Identifikation mit der Kommune und den Zusammenhalt in Nachbarschaft und Ortschaften fördert. Träger sollen ihre Angebote vernetzen, Haupt- und Ehrenamtliche kooperieren. Partner sind die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und die Zukunftsinitiative Burscheid (mit Altenzentrum, Diakoniestation, Stadt, Sportvereinen, Musikschule und Jugendorganisationen).

Untersucht werden sollen Wünsche, Gestaltungsmöglichkeiten und Einrichtungen der älteren Menschen. In Bürgerforen sollen gemeinsam mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Seniorenorganisationen Projekte und Möglichkeiten zum Mitgestalten entwickelt werden. (hgb)



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