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Unternehmernetzwerk

Geschäfte machen beim Frühstück

Von Timm Gatter, 07.08.09, 19:01h

Rund 60 Mittelständler und Freiberufler haben an der Gründungsversammlung für ein neues Unternehmernetzwerk teilgenommen. 20 Mitglieder zählt das Netzwerk schon. Einmal in der Woche trifft man sich, zur selben Zeit, am selben Ort.

Burscheid - Früh um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest, als rund 60 Unternehmer und Geschäftsleute am Freitag im Burscheider Restaurant „Zur Heide“ mit dem Frühstück beginnen. Nebenbei gründen sie ein regionales „Unternehmer-Netzwerk“. Verbunden ist es mit dem Zauberwort „BNI“, das bedeutet „Business Network International“. Die Idee dazu kommt aus Amerika, und der Regional-Direktor, Markus Bosdorf aus Leverkusen, betont den weltweiten Erfolg der auf persönlichen Geschäftsempfehlungen basierenden Philosophie der Vernetzung. Rund 20 Unternehmer sind schon Mitglied, weitere 40 sind - noch - Gäste der Frühstücksrunde. Sechs Interessierte kommen aus Leverkusen, darunter Walter Boden (Kammann-Automobile), Petra Kamphausen (Bayer 04), Stefan Engels (Druckerei) und Michael Kürten (Varia-Hausplanung). Aus Burscheid sitzen unter anderem der TV-Händler Peter Mihm, Ralf Paarmann (PR-Büro), Udo Wiendle (Malermeister) und Janica Solbach-Johnen vom gleichnamigen Veranstaltungsbüro am Tisch. Aus Leichlingen ist Musikproduzent Ralph Liebig gekommen. Die weiteren Vertreter sind aus Bergisch Gladbach, Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen - zumeist Mittelständler und Freiberufler aus Handwerk, Werbung, PR, Gartenplanung, IT-Bereich, Medizin, Rechtsbeistand und Steuerberatung - aber auch drei Vertreter diverser Krankenkassen. Eine gesunde Mischung für den Veranstalter.

„Auf eine solche Plattform haben wir lange gewartet“, sagt Peter Mihm. Und: „Die Möglichkeit sich in einem regional übersichtlichen Rahmen auszutauschen und gegenseitig Empfehlungen auszusprechen, ist ideal.“ Auf wirtschaftlich gesunde Mitgliedsunternehmen legt Markus Bosdorf größten Wert: „Firmen, denen das Wasser bis zum Hals steht, haben bei uns keine Chance.“ Das Konzept sei auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Das Besondere an dem Netzwerk ist laut Bosdorf die Aufnahmebegrenzung von nur einem Mitglied je Branche. Damit werden Konkurrenzen bei den „Empfehlungen“ vermieden.

Schlicht gesagt geht es dem „Frühstücks-Club“ also um Kontakte und Geschäfte über professionalisierte Mundpropaganda. Das kostet 150 Euro Aufnahmegebühr und einen Jahresbeitrag von 700 Euro. „Gut angelegtes Geld“, findet Mihm. Einmal in der Woche ist Treffen. Immer um sieben Uhr, immer am selben Ort. Wer zweimal ohne Vertretung fehlt, fliegt raus. „Abflug“ war am Freitag um neun Uhr. Da waren die ersten Geschäfte gemacht und die Mittelständler und Freiberufler eilten in ihre Firmen. Nächsten Freitag sieht man sich wieder. Um sieben Uhr.



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