Von Matthias Niewels, 30.08.09, 16:55h, aktualisiert 30.08.09, 16:58h
Gerade Besucher von auswärts, die nichts vom ersten Arbeitstag der Erweiterung wussten, machten am Samstag große Augen. „Das ist ja riesig.“ Ist es. Die Wellness-Welt verteilt sich auf 15 000 Quadratmeter. So suchten manche Gäste hilfesuchend in Bademantel und Schlappen nach Orientierung: „Entschuldigung, wissen Sie, wie ich ins Meditationshaus komme?“ Das Haus ist eine der Neuheiten.
Also: Es geht durch die große Halle mit dem Glasdach, links halten, am Bistro vorbei, die Schwimmaußenbecken zur rechten, ein tolles Originaltor links, dahinter einen Schlenker links, wieder rechts, dann auf die große Liegewiese zu - nein, das war zu weit. Wieder zurück, der Eingang zum Meditationshaus ist etwas versteckt. Treppen hoch und da steht er, der Buddha mit dem erhobenen Zeigefinger.
Zu festgelegten Zeiten wird dort eine Klanginstallation angeschmissen. Das soll entspannen. Aber wer nicht kommt zur rechten Zeit - der wird nicht mehr reingelassen. Das würde die Ruhe stören. Mit herrlichem Blick auf die Anlage heißt es Ommmmm! Tief durchatmen, Augen schließen und sich fallen lassen. Wer kann. Wer nicht, der hat einen Fehler gemacht. Richtig heiß wird es beim Ommmmm nicht.
Schwitzen ist im „Haus der Elemente“ angesagt. Aber eben nicht nur Schwitzen. Die Besucher sitzen um ein Feuer - ein täuschend echt auf Lagerfeuer getrimmter Gasbrenner - mit den Füßen im Wasser. Wo gibt es denn so was? Wahrscheinlich nirgendwo sonst auf der Welt. Der Geschäftsführer des Mediterana, Siegfried Reddel, hat sich das und vieles mehr ausgedacht. Also heißt es sitzen, schwitzen und staunen. Die Dusche nach der Sauna ist ein Erlebnis für sich. In hohen Kabinen kommt das Wasser auf Knopfdruck aus Tiermäulern und Schüsseln. Oder der Gast stellt sich unter einen simulierten Regen. Täuschend echt und schön warm.
Noch ein Saunagang? Nach zwei Stunden hat der Besucher das „Tor zu Sonne“ nur angeschnuppert. Es fehlt zum Beispiel noch das Radjastanihaus oder das Edelsteinbad. Aber Hinlegen und Ausruhen muss auch sein. Am Eröffnungstag überhaupt kein Problem. Vollkommen unspektakulär kam die Kundschaft in fast gewöhnlicher Anzahl für ein Wochenende. Freie Liegen gab es in fast jedem Ruheraum. Das war im alten Mediterana anders.
Nicht nur Stammkunden bewundern die logistische Leistung. Der Betrieb konnte während der gesamten Bauzeit für das „Tor zur Sonne“ weitergehen. Sein Lieblingsruheplatz sei fünf Meter von der Baustelle entfernt, erzählt ein junges Pärchen. Nichts haben die beiden von den Umbauten gemerkt. Quasi über Nacht entstand das arabisch-indische Märchenland. Langweilig war es den beiden zwar früher auch nicht, aber jetzt sei die Auswahl einfach überwältigend. So überwältigend, dass auch sie nach einem Wegweiser fragen. Der ist in der Mache. Denn ohne ist das Mediterana nicht nur eine einzigartige Wellness-Anlage sondern auch ein echter Irrgarten. Und definitiv nichts für eine Kundschaft, die nur mal eben schwitzen will.
Mediterana: Viel Spaß in der neuen Wellness-Oase
Bildergalerie: Feier zur Neueröffnung für Mitglieder
Linktipp: KSTA-TV: Party für die Mitglieder
Bildergalerie: Mediterana öffnet „Tor zur Sonne”
ksta.tv: Mediterana eröffnet Thermalbad
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige