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Mediendesign

„Erst einmal spinnen“

Von Gisela Schwarz, 17.09.09, 16:04h, aktualisiert 17.09.09, 17:32h

Die Design-Studenten des b.i.b.-College haben fiktive Produkte und Kampagnen entworfen. Zwei Teams präsentierten die spannenden Ideen einem fachkundigen Gremium.

Mediendesign Studenten
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Dem beliebten Baumarktwesen widmet sich dieser Entwurf. (Bild: CA)
Mediendesign Studenten
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Dem beliebten Baumarktwesen widmet sich dieser Entwurf. (Bild: CA)
Bergisch Gladbach - Eine rosafarbene Visitenkarte in Kammform, die Filialen auf die Zinken gedruckt, auf der Rückseite eine rote Peperoni. Dazu eine „Guerilla-Aktion“ mit der rosa Kammform im Stadtpark und in der U-Bahn-Station - so stellten die angehenden Mediendesignerinnen ihr durchdachtes Marketingkonzept für den fiktiven Friseursalon „Haarspalterei“ einem fachkundigen Gremium im International College b.i.b. vor.

„Richtig so, arbeiten ohne die Schere im Kopf - erst einmal spinnen“, bestätigte Norbert Wielpütz, Kreativdirektor der H-zwo Agentur für Kommunikation, das Konzept, das drei Studentinnen für Mediendesign im zweiten Semester entworfen hatten. Damit wollen sie sich am Nachwuchswettbewerb des renommierten Art Directors Club (ADC) bewerben.

Auch der zweite Wettbewerbsbeitrag überzeugte: „Wonder-Wash“, das Wunderwaschmittel für alle Farben und Waschgänge, mit einer sternförmigen Verpackung in allen Regenbogenfarben, passend für Lagerregale und stapelbar. Jeweils drei Minuten lang konnten die beiden Teams ihre Projekte im College vortragen. Da blieben noch viele Fragen offen bei den Fachleuten. Es gibt eine dicke Mappe mit ausgefeilter Präsentation und Argumentation für die Konzepte, Marketingtechnisches für die Umsetzbarkeit wurden ebenso berücksichtigt wie der besondere Kick für eine Produktinnovation. „Aber es wird jetzt noch gefeilt an den Verpackungs- und Produkt-Ideen“, bestätigte Ursula Mörs, Dozentin am b.i.b.-College, die im Unterricht mit ihren Studentinnen die Konzept entwickelte. Viel Zeit bleibt nicht, Ende Oktober ist Einsendeschluss.

Ein gutes Selbstbewusstsein sollten die jungen Leute vermitteln, befand Wielpütz: „Man muss den Kunden mit Worten überzeugen und nicht sofort sagen, das könne man ja noch ändern.“ Entscheidend seien die Ideen und nicht das Handwerk am Computer. Das sei nur für die Umsetzung wichtig. Einen Abstecher zu den Wettbewerbsteilnehmern machte auch der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU) und bestärkte sie in ihrer Leistung: „Die geistige Leistung, die hinter einer Marke steckt, wird unterschätzt.“ Vielleicht klappt es ja mit der Auszeichnung - als bester Newcomer oder bester Student.



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