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Laienbühne

Hückeswagener Hotelgeschichten

Von Fabian Guzzo, 02.11.09, 17:21h

"Keine halben Sachen" heißt das Stück, das der Theaterverein Boulevard Bechen nun auf die Bühne bringt. Worum es geht? Zwei Hoteliers liefern sich einen erbitterten Konkurrenzkamp.

Theaterverein Boulevard Bechen
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Der Theaterverein Boulevard Bechen präsentiert sein neues Stück. (Bild: CA)
Theaterverein Boulevard Bechen
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Der Theaterverein Boulevard Bechen präsentiert sein neues Stück. (Bild: CA)
Kürten - Die Rezeption ist staubig. Plötzlich klingelt es. Fluchend stürmt die Hotelinhaberin dem Telefon entgegen und ärgert sich, weil die Rezeptionistin wieder einmal nicht da ist. Genervt nimmt sie die erste Reservierung seit langem an. Anschließend schildert sie den beiden letzten Stammgästen des Hotels die Lage: „Seit fast einem Jahr läuft es ganz schlecht. Kaum noch Übernachtungen, so gut wie keine Reservierungen mehr im Restaurant.“

So beginnt das Laientheaterstück „Keine halben Sachen“ des Theatervereins Boulevard Bechen. Das Stück von Wolfgang Binder wurde auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Bereits im 13. Jahr führt die Theatergruppe erfolgreich für den guten Zweck Theaterstücke auf. Dieses Jahr spenden sie das eingenommene Geld, abzüglich der Kosten, für verschiedene Jugendorganisationen im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Die Komödie handelt von einem Konkurrenzkampf zwischen zwei Hotelbesitzern in Hückeswagen. In einem gegenseitigen Intrigenspiel versuchen die verhassten Eigentümer, den Konkurrenten auszuspielen. Dabei nimmt das Stück immer wieder überraschende Wendungen: Uneheliche Kinder, jahrelange Lügen und unfassbare Familienverhältnisse kommen ans Licht. Schließlich endet alles in einem furiosen Finale.

Die Laiendarsteller wirken professionell und engagiert. Der Text sitzt; allen Beteiligten merkt man den Spaß am Spiel an. „Wir haben eine super Truppe und klasse Stimmung“, sagt Oliver Schulte. Der 32-jährige Dachdeckermeister spielt den Koch in einem der Hotels.

Seit April probt der Theaterverein Boulevard Bechen das Stück, in dem viel Arbeit und Leidenschaft steckt, ein. Genau das merkt der Zuschauer von der ersten Minute. Die Gruppe trifft sich einmal in der Woche zum Proben, zusätzlich lernen die Darsteller selbstständig ihre Texte. „Man fällt fast in ein schwarzes Loch nach der Vorstellung“, sagt Daniela Prelle traurig. Die Physiotherapeutin agiert als Tochter eines Hoteliers und wirkt bereits zum siebten Mal mit.

„Keine halben Sachen“ ist der Leitspruch des Theaterstücks. Er kommt immer wieder im Spiel selbst vor - auch die Darsteller leben das Prinzip aus. In den Vorjahren waren die Vorstellungen des Theatervereins immer ausverkauft - dieses Jahr könnten Kurzentschlossene noch Glück haben.



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