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Ententreffen

Liebeserklärung an ein Kultauto

Von Julia Lappert, 08.11.09, 16:44h, aktualisiert 08.11.09, 16:57h

Bei der Buchpremiere des Krimis "Ein Bestatter und das Enten-Testament" von Reiner M. Sowa haben sich zahlreiche Fans des Kultautos getroffen. Von überall her kamen Interessierte und Besitzer des Citroën 2CV.

Ententreffen
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Ein Augenschmaus für Fans des Citroen 2CV war das Ententreffen am Bestattungshaus Pütz-Roth. (Bild: CA)
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Ein Augenschmaus für Fans des Citroen 2CV war das Ententreffen am Bestattungshaus Pütz-Roth. (Bild: CA)
Reiner M. Sowa
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Krimi-Autor Reiner M. Sowa (Bild: CA)
Reiner M. Sowa
Bergisch Gladbach - Nervös schnatternd bewegten sich die sechs Laufenten in ihrem umzäunten Gehege hin und her. So agil waren ihre blechernen Verwandten auf vier Rädern nicht, als sie die Steigung vor dem „Haus der menschlichen Begleitung“ erklimmen mussten. Auf dem Parkplatz des Bestattungshauses Pütz-Roth stellten sich die Kultautos neben ihre tierischen Kollegen. Vor der Premierenlesung mit Autor Reiner M. Sowa fand ein Ententreffen statt, denn der Citroën 2CV spielt in seinem neuen Krimi eine wichtige Rolle.

Sogar aus Oberhausen, Duisburg und Bremen waren die Entenfans nach Bergisch Gladbach gekommen. Interessiert wurden die Wagen der anderen begutachtet. „Wir haben den Aufruf in einem 2CV-Forum gelesen und dachten, wir schauen uns das mal an“, sagte Atis Kapiotis. Die Wienerin ist vor Kurzem zu ihrem Lebensgefährten Sascha Linke nach Olpe gezogen und hat erst jetzt ihren Führerschein gemacht. Eine Ente sollte das erste Auto sein.

Aus Bremen kamen Ingo Bauer und Beate Kopp zum Ententreffen und der anschließenden Lesung des Krimis „Ein Bestatter und das Enten-Testament“ - allerdings ohne ihre Ente. „Die hält schon Winterschlaf, da das Kennzeichen bereits abgemeldet ist“, erzählte Beate Kopp. Mit Blick auf den Saal des Bestattungshauses sagte Ingo Bauer: „Die Verbindung aus Ente, Krimi und dieser Umgebung hier ist einfach interessant.“

Autor Reiner M. Sowa berichtete im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die Ursprünge der Idee, die Lesung mit einem Ententreffen zu verbinden. „In einer französischen 2CV-Zeitschrift wurde über meinen neuen Roman berichtet. Daraufhin meldete sich ein Entenfahrer, der den Artikel gelesen hatte, später wurden es mehr.“ Daraus wurde ein Treffen mit anschließender Ausfahrt nach Wipperfürth-Ente - wohin auch sonst? Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten die Enten-Begeisterten zwischen einer Wanderung um die Dhünntalsperre oder einer Besichtigung des Grandhotels Schloss Bensberg wählen.

Obwohl noch viele Stühle dazugestellt wurden, mussten einige der etwa 200 Krimi-Fans stehen. Reiner M. Sowa begann die Lesung mit einer amüsanten Liebeserklärung an seine rote Ente, die er an einem Straßenrand in Frankreich entdeckte. „Sie hat mich verführt“, erzählte der Autor. Eine „Premiere während der Premiere“ gab es später, als Bestatter Fritz Roth erstmals leibhaftig in die Rolle des Ulrich Schwartz schlüpfte und dessen Passagen las. An Roth ist die Romanfigur Schwartz angelehnt. Für den musikalischen Spannungsaufbau sorgte die Band „Alpcologne“.



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