Von Karin M. Erdtmann, 03.12.09, 14:51h, aktualisiert 09.12.09, 12:50h
„Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, der zeigt, dass auch wir in Odenthal zur Energiewende beitragen“, betonte Wiemer. Zudem diene die versteckt auf den Türmen installierte Anlage auch als Anschauungsmaterial für den Physikunterricht. Das Geld ist nirgendwo besser investiert“, meinte denn auch Bank-Vorstand Johannes Berens, als er den Vertretern der Grundschulen symbolische Schecks überreichte. „Wenn wir nicht in unsere Kinder investieren, wie sollen wir dann unserer schwierige Zukunft meistern?“
Belkaw-Geschäftsführer Willibald Vossen dankte bei dieser Gelegenheit auch den Ökostrom-Kunden, die durch einen höheren Strompreis den Ausbau erneuerbarer Energien im Bergischen Land förderten. Die Anlage auf dem Schulzentrum biete den Jugendlichen den Anreiz, sich für erneuerbare Energien zu interessieren. „Wenn sich unser Umgang mit Energie nicht grundlegend ändert, werden wir große Probleme bekommen“, warnte Vossen. Bürgermeister Wolfgang Roeske zeigte sich vor allem vom ehrenamtlichen Engagement des kleinen Teams um Wiemer beeindruckt - und schaute optimistisch in die Zukunft: Die Sonne werde weiter scheinen, auch in finanziell angespannten Zeiten. „Das ist ein Knüller“, schwärmte Angelika-Schmoll-Engels, die Leiterin des Odenthaler Gymnasiums. Für die Schüler sei das Projekt ein gutes Beispiel für verantwortliches Handeln, sagte sie, bevor sie mit dem Bürgermeister die elektronische Anzeigetafel im Foyer der Schule enthüllte.
Dort konnten die Besucher erkennen, dass die Anlage auch bei grauem Himmel Sonnenenergie sammelt. 600 Kilowattstunden wurden in den vergangenen vier Wochen erzeugt, der dadurch vermiedene Kohlendioxid-Ausstoß beträgt 420 Kilogramm. Anfang 2010 soll eine weitere Bürgersolaranlage auf der Grundschule Blecher errichtet werden. Das Dach könnte Wiemer dann selber vermessen, denn Michael Schäfer von der Firma Energiebau Solarsysteme überreichte ihm als Dank für sein Engagement ein entsprechendes Gerät.
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