Von Hans-Günter Borowski, 28.10.09, 11:52h
Der Teufel steckt im Detail: Die normale Hausmüllabfuhr samt Recyclinghof wird vom kommunalen Unternehmen Avea betrieben. Mit der Abholung der Gelben Säcke des DSD-Systems ist hingegen nach wie vor der frühere Komplettentsorger Remondis betraut. In dessen Auftrag steht sogar drin, dass am städtischen Recyclinghof eine Mulde für Säcke aufzustellen sei. Aber erstens hat die zwischenzeitlich ins Geschäft gekommene Avea verständlicherweise keine Lust, ihren Konkurrenten Platz auf ihrem (von der Stadt gepachteten) Gelände abzugeben. Und selbst wenn sie es wollte, wäre dort überhaupt kein Platz: Eingezwängt zwischen Bauhof und Privatgelände herrscht dort schon jetzt eine kritische Enge. Brandschutzauflagen erzwingen die penible Einhaltung von Standplätzen und verhindern die Aufstellung jeglicher weiterer Behälter. Hilfe in der Not der Haushalte, die Säcke weiterhin vier Wochen lang stapeln müssen, ist daher nicht in Sicht. Denn Remondis lehnt es laut Verwaltung aus personellen Gründen weiterhin ebenso ab, Gelbe Säcke aus Leichlingen am Firmensitz in Hilgen-Heide anzunehmen.
Über den Missstand debattiert der Ausschuss für Bauwesen und Umweltschutz am Montag, 9. November.
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