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Sinneswald

Frau Fortuna und Herr Geld

Erstellt 10.11.09, 10:34h

Diverse Mythen standen im Mittelpunkt des achten Lesezeichens im Murbachtal. Die Besucher erfuhren, warum Eschen schwarze Knospen tragen und was es mit dem König der Zwerge aus dem Tal der Wupper auf sich hat.

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Marie Fenske nahm die Zuschauer mit auf eine Reise nach Australien und berichtete über ihre dortigen Erlebnisse. BILD: RALF KRIEGER
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Marie Fenske nahm die Zuschauer mit auf eine Reise nach Australien und berichtete über ihre dortigen Erlebnisse. BILD: RALF KRIEGER
Leichlingen - Zum achten Lesezeichen im Sinneswald kamen am Sonntagnachmittag sieben Vortragende zusammen und lasen über "Mythen". Die Spinnerei Braun und Brudes war gut gefüllt, viele Interessierte hatten trotz des Wetters den Weg ins Murbachtal gefunden. Begleitet wurden die Leser am Klavier von Pauline Gropp. Die 14-Jährige holte bereits einen ersten Platz beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Sie spielte nach jedem Leser ein kurzes Stück, "damit wir die Texte besser auf uns wirken lassen können", so Wicze Braun. Die Texte wurden, bis auf eine Ausnahme, alle live vorgelesen. Lediglich Ellen Loh-Bachmann und Winfried Gille präsentierten ihr Stück "aus der Konserve", da Loh-Bachmann erkrankt war.

Sie lasen in den Rollen als Feuer und Wasser über die vier Elemente und die Entstehung der Erde. Ellen-Loh Bachmann als seichtes Wasser und Gille mit rheinischer Natur als kräftig loderndes Feuer. Ein Gegensatz der gut passte und die Zuschauer begeistern konnte.

Auch die neue Leiterin der Stadtbibliothek, Ricarda Stockhausen, trug ein Stück über den Mythos von Angus vor. Gemeinsam mit der Spinnerei hatte sie die Bürger zum Lesezeichen eingeladen. Klaus-Josef Hansen, Regionaldirektor bei der Kreissparkasse Köln, las passend zu seinem Beruf den Mythos von Frau Fortuna und Herrn Geld vor, die gemeinsam nicht so recht glücklich wurden. Marie Fenske nahm die Zuschauer mit auf eine Reise nach Australien und berichtete über ihre dortigen Erlebnisse. Ein Lied der Maori über die Freude am Leben sang sie gemeinsam mit dem Publikum.

Einen Mythos über den König der Zwerge aus dem Tal der Wupper las Wolfgang Brudes, stellvertretend für den erkrankten Winfried Reichwald. Kurze Auszüge aus diversen Mythen, las Jutta Reda, unter anderem aus Ulla Hahns "Verbesserte Auflage".

Diplom-Biologe Klaus C. Fuisting berichtete über Mythen aus der Botanik von Leonhart Fuchs bis Heinrich Heine. So zeigte er zum Beispiel die Knospen einer Esche. Sie ist der einzige Baum, der schwarze Knospen trägt, was gerade im Winter oft für Verwunderung und vor allem früher für Unbehagen bei den Menschen sorgte und schloss passend mit Heinrich Heine: "Ich weiß nicht was soll es bedeuten"



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