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Asperger Autismus

„Man weiß nicht, was zu tun ist“

Von Christina Michaelis, 21.01.10, 18:17h

Aus Verzweiflung gründete die Mutter eines Kindes mit Asperger Autismus eine Selbsthilfegruppe in Burscheid. Ab dem 26. Januar lädt sie betroffene Eltern ein, sich gegenseitig den Rücken zu stärken.

Andrea Weimer
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Andrea Weimer ist Mutter eines Kindes mit Asperger Autismus. (Bild: Ralf Krieger)
Andrea Weimer
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Andrea Weimer ist Mutter eines Kindes mit Asperger Autismus. (Bild: Ralf Krieger)
Burscheid - Ute Gagaridis war verzweifelt. „Ich fühlte mich so alleine“. Jahrelang kämpfte sie gegen soziale Isolation und Inakzeptanz, die ihr Sohn erfahren musste. Und sie wuchs daran. Ute Gagaridis aus Wermelskirchen ist Mutter eines Asperger Autisten. Als Manuel elf Jahre alt war, wurde die Krankheit diagnostiziert. „Wir hatten damals keine Hilfe und waren auf uns alleine gestellt“, erzählt die 53-Jährige.

Heute leitet sie zweimal monatlich die Selbsthilfegruppe „Besonders anders“ in Burscheid-Hilgen, über die der „Kölner Stadtanzeiger / Leverkusener Anzeiger“ bereits berichtete. „Es gibt so viele Eltern, die sich hilflos fühlen“, erklärt Gagaridis. Und denen wolle man durch den Gesprächskreis Mut machen. Denn Hoffnung gebe es immer. „Man muss nur hinter seinem Kind stehen“, sagt Gagaridis.

Auch Andrea Weimar kennt die Ängste und Sorgen der Eltern. Sie selber hat sie durchlebt. „Man bekommt die Diagnose in die Hand gedrückt und dann steht man da.“ Der 46-Jährigen aus Leverkusen fiel es zunächst schwer, die Krankheit ihres Sohnes einzuschätzen. „Man weiß nicht, was zu tun ist. Ich fühlte mich hilflos.“ Auch sie musste als betroffene Mutter eigenständig lernen, auf Jonas einzugehen, ihn zu fördern und zu unterstützen. Auf einer Veranstaltung des Autismustherapiezentrums in Köln lernte sie durch Zufall Ute Gagaridis kennen und besuchte daraufhin deren Elterngesprächskreis in Burscheid-Hilgen. „Wir verstanden uns auf Anhieb“, erzählt sie. Und das so gut, dass beide beschlossen, fortan gemeinsam „Besonders anders“ zu betreuen. Ute Gagaridis bleibt dabei weiterhin Ansprechpartnerin für die zwei Selbsthilfegruppen in Burscheid-Hilgen, während Andrea Weimar einen Gesprächskreis für Hilfe suchende Eltern in Leverkusen etablieren und betreuen wird.

Ab dem 26. Januar lädt sie betroffene Eltern ein, „sich auszutauschen und gegenseitig den Rücken zu stärken.“ Die Gruppe soll sich jeden vierten Dienstag im Monat in der Ergotherapiepraxis, Pützdelle 3, in Rheindorf treffen. Zu den Gesprächen werden immer wieder Therapeuten oder aber Fachleute eingeladen, die die Gruppe zusätzlich professionell unterstützen sollen. Bereits vor Kursbeginn haben sich viele Eltern gemeldet. Das freut Andrea Weimar sehr. Denn nur durch entsprechende Förderung und Hilfestellung könne den Kindern geholfen werden, eine Perspektive zu entwickeln. Und eben das müssten die Eltern erst einmal lernen.

Kontakt: Andrea Weimar, 01522 / 8606677, Email (weimarpaj@yahoo.de)



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