Erstellt 22.01.10, 11:43h, aktualisiert 25.01.10, 09:18h
Angefangen hatte alles auf einer Karnevalssitzung 1946 in Bergisch Gladbach. „Da war ein Redner derart schlecht, dass meine Kollegen, mit denen ich im Saal feiern wollte, mich bedrängten, auf die Bühne zu gehen und ein paar Witze zu erzählen.“ Der Beginn einer großen Karriere in der Bütt. Nach zwei Jahren im Zwiegespräch mit Karl Ommer („Der war Beamter und sein Chef sah das nicht gerne“) wurde die Type der „Doof Noss“ geboren - mit einem lila Papphütchen. „ Jean Küster, der damalige Präsident der Lyskircher Junge, holte mich schon bald in die großen Kölner Säle.“ Erste Gage: fünf Mark. „Manchmal gab es noch Klütten oder Gemüse dazu.“ Hachenberg ist ein klassischer Typenredner, der auch über Jahrzehnte hinweg sein Thema „Familie“ nicht verlassen hat. „Ich habe nie über Politik erzählt, nie Zoten gemacht.“ Seine Pointen drehten sich um Mamm un Papp, Omma un Opa, Schwester Ludmilla und die anderen sieben Geschwister („In Wirklichkeit hatte ich ja nur einen Bruder“).
Die Ideen schnappte er beim Stammtisch oder bei Festen auf. Legendär sind Aussprüche wie „Ärm Mamm, ne?“ oder „Tiramtamtam, jetzt kommen die weißen Hühner dran“. Und obwohl in einem Männergesangverein aktiv, hat er auf einer Karnevalsbühne nie gesungen: „Ich bin Redner“.
Das ist nun Erinnerung. Was passiert mit dem lila Hötche, wäre das nichts fürs Karnevalsmuseum? Hachenberg: „Da hat noch keiner nach gefragt. Das kommt in den Keller zu allen anderen Urkunden, Orden, Mützen und Geschenken, die er erhalten hat. „Ich habe stets alles verwahrt. Janz akkurat.“ Was ein Blick in sein Fotoalbum beweist.
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