Schriftgröße

Federal Mogul

Bergmann entkräftet Vorwürfe

Von Timm Gatter, 23.02.10, 09:52h, aktualisiert 07.03.10, 18:24h

Der Ton im Betriebsrat von Federal Mogul ist scharf: Kurz vor den Neuwahlen zum Betriebsrat wird mit diversen Verleumdungsattacken sowie einer Anzeige gegen den Betriebsratsvorsitzenden wegen Bestechlichkeit Stimmung gemacht.

Michael Bergmann
Bild vergrößern
Michael Bergmann (Bild: Archiv)
Michael Bergmann
Bild verkleinern
Michael Bergmann (Bild: Archiv)
Burscheid - Der Ton unter den Betriebsratsmitgliedern von Federal-Mogul (FM) hat an Schärfe zugenommen. Auf der Sitzung des Gremiums am Montagmorgen sprach der Betriebsratsvorsitzende, Michael Bergmann, Tacheles. "Mir geht es darum, unseren Standort Burscheid zu halten, gemeinsam für ein gesundes Unternehmen zu kämpfen und die Arbeitsplätze langfristig zu sichern."

Der Hintergrund der Zuspitzung ist laut Bergmann die bevorstehende Betriebsratswahl, in der gemäßigte und radikale Bewerber um die Gunst der Stimmen kämpfen. Am 17. März bewerben sich insgesamt 86 Kandidaten auf die 15 Betriebsratsplätze. Dass die von den FM-Vertrauensleuten umgesetzte einheitliche wie alphabetisch veröffentliche Liste derzeit für Verärgerung sorgt, hat etwas damit zu tun, dass sich einige Führungsköpfe des aktuellen Betriebsrates mitten im Pulk der Bewerber wiederfinden.

Für weiteren Zündstoff haben diverse Verleumdungsattacken sowie eine am 8. Januar gestellte Anzeige gegen den Betriebsratsvorsitzenden wegen Bestechlichkeit gesorgt. Nicht nur Bergmann, sondern auch die IG Metall vermutet, dass für diese "Schweinereien" ein bestimmter, auch kommunalpolitisch aktiver Betriebsrat verantwortlich sein könnte. Den hatte Bergmann vor der letzten Wahl diverser "Tricksereien" überführt - der Kollege verlor damals seine Freistellung.

Während gegen die Unterstellungen im Internet wegen des genutzten Alias-Namens kaum eine Aufklärungschancen bestehen, hat die IG Metall auf die Anzeige sofort reagiert. Dazu der Kölner IG Metall-Chef, Wittich Rossmann: "Wir haben über eine Anwältin Anzeige wegen Verleumdung gestellt und eine Unterlassungserklärung gefordert." Derzeit ermittelt die Polizei. Das Problem: Die angegebene Kölner Telefonnummer der Anzeigenerstatterin ist unbekannt.

Die Anschuldigungen gegen Bergmann entbehren nach den dem "Kölner Stadt-Anzeiger" unter anderem vorliegenden Kopien der FM-Verdienstabrechnungen jeglicher Grundlage. Aus den Dokumenten wird deutlich, dass Bergmann weder Aufwandsentschädigungen erhalten hat, noch seine Einstufung in die höchste Tarifgruppe K 6 irregulär ist.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

WAS.WANN.WO.


Anzeige


Bildergalerien


Unsere Serien


Hintergrund


Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Top-Links (Anzeige)


Dienste