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Brandstiftung

Brandruine wird abgebrochen

Von Ralf Krieger, 03.04.10, 14:46h, aktualisiert 05.04.10, 17:55h

Eine leer stehende Kranzbinderei in Leichlingen Oberschmitte ist am frühen Karsamstag vollständig ausgebrannnt. Ein benachbartes Haus konnte von der Feuerwehr vor den Flammen geschützt werden.

Brand in Leichlingen
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Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist nicht bekannt. Brandstiftung wird jedoch laut Einsatzleiter Horst Schmidtberg nicht ausgeschlossen.
Brand in Leichlingen
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Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist nicht bekannt. Brandstiftung wird jedoch laut Einsatzleiter Horst Schmidtberg nicht ausgeschlossen.
Leichlingen - Bei einem Feuer im Ortsteil Bennert ist am frühen Samstagmorgen ein Hofgebäude an der Kurve der Straße Ellenbogen abgebrannt. Als die ersten Einsatzkräfte der um 6.22 Uhr alarmierten Feuerwehr eintrafen, stand der Altbau, in dem eine Kranzbinderei untergebracht ist, bereits lichterloh in Flammen. Verletzt wurde niemand. Der nach Angaben der Feuerwehr unbewohnte Hof besteht aus einem Wohnhaus und der Gärtnerwerkstatt. Die Inhaber sollen schon am Vortag zu Bekannten nach Süddeutschland gefahren sein. Wegen akuter Einsturzgefahr entschieden Polizei und Ordnungsamt nach den Löscharbeiten, dass die Brandruine aus Sicherheitsgründen sofort abgebrochen werden muss. Der entstandene Sachschaden wird auf 150 000 bis 200 000 Euro geschätzt.

Die Nachbarin Anja Richter hatten den Feuerschein als erste bemerkt. Sie war aufmerksam geworden, weil es im Hof gegenüber „laut knallte“. Ihr Mann Thomas, ein Feuerwehrmann, setzte den Alarm in Gang und rannte sofort zum nahe gelegenen Feuerwehrhaus. Richter: „Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn ich es mit dem Gartenschlauch auf eigene Faust versucht hätte.“ Das Gerätehaus des Löschzugs Oberschmitte liegt gerade einmal 100 Meter entfernt. Entsprechend schnell war der erste Wagen zur Stelle und konnten die Löscharbeiten beginnen. Zunächst war nicht klar, ob sich noch Personen im Haus befanden. Auch deswegen löste der Einsatzleiter, Feuerwehrchef Horst Schmidtberg, vorsorglich stadtweiten Alarm für alle vier Löschzüge aus. 72 Einsatzkräfte eilten zum Brandort.

Stromausfall

Die Feuerwehr spritzte durch alle Fenster Wasser in das brennende Haus, auch über eine Drehleiter wurde von oben gelöscht. Vom Dach war nur noch das rußschwarze Gerippe des Dachstuhls übrig. Ein Stromkasten im Haus schmolz durch die enorme Hitze durch. In der weiten Umgebung Bennerts blieb aus Sicherheitsgründen der Strom bis nach Mittag abgeschaltet, bis ein Kabel zum Brandhaus freigebaggert und vom Netz getrennt worden war. Kurz nach 7 Uhr hatte die Wehr das Feuer unter Kontrolle. Zwei Stunden später konnten die ersten Löschzüge abrücken.

Die Brandursache gilt als unbekannt, aber Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Eine verdächtige Beobachtung machten die Helfer beim Blick durch ein vergittertes Fenster des unversehrt gebliebenen Anbaus: In dem Raum stand ein vertrockneter Adventskranz, dessen dicke Kerzenstumpen brannten. Direkt daneben lagen Stroh und ein geöffneter Kunststoffkanister - auch hier wäre bald ein Feuer ausgebrochen.



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