Von Ralf Krieger, 03.04.10, 14:46h, aktualisiert 05.04.10, 17:55h
Die Nachbarin Anja Richter hatten den Feuerschein als erste bemerkt. Sie war aufmerksam geworden, weil es im Hof gegenüber „laut knallte“. Ihr Mann Thomas, ein Feuerwehrmann, setzte den Alarm in Gang und rannte sofort zum nahe gelegenen Feuerwehrhaus. Richter: „Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn ich es mit dem Gartenschlauch auf eigene Faust versucht hätte.“ Das Gerätehaus des Löschzugs Oberschmitte liegt gerade einmal 100 Meter entfernt. Entsprechend schnell war der erste Wagen zur Stelle und konnten die Löscharbeiten beginnen. Zunächst war nicht klar, ob sich noch Personen im Haus befanden. Auch deswegen löste der Einsatzleiter, Feuerwehrchef Horst Schmidtberg, vorsorglich stadtweiten Alarm für alle vier Löschzüge aus. 72 Einsatzkräfte eilten zum Brandort.
Stromausfall
Die Feuerwehr spritzte durch alle Fenster Wasser in das brennende Haus, auch über eine Drehleiter wurde von oben gelöscht. Vom Dach war nur noch das rußschwarze Gerippe des Dachstuhls übrig. Ein Stromkasten im Haus schmolz durch die enorme Hitze durch. In der weiten Umgebung Bennerts blieb aus Sicherheitsgründen der Strom bis nach Mittag abgeschaltet, bis ein Kabel zum Brandhaus freigebaggert und vom Netz getrennt worden war. Kurz nach 7 Uhr hatte die Wehr das Feuer unter Kontrolle. Zwei Stunden später konnten die ersten Löschzüge abrücken.
Die Brandursache gilt als unbekannt, aber Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Eine verdächtige Beobachtung machten die Helfer beim Blick durch ein vergittertes Fenster des unversehrt gebliebenen Anbaus: In dem Raum stand ein vertrockneter Adventskranz, dessen dicke Kerzenstumpen brannten. Direkt daneben lagen Stroh und ein geöffneter Kunststoffkanister - auch hier wäre bald ein Feuer ausgebrochen.
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