Von Timm Gatter, 28.04.10, 09:25h
Während in den benachbarten Straßenzügen Brems- und Bodenschwellen für die Verringerung des Tempos sorgen, entwickelte sich die Eschenallee laut den Betroffenen zur heimlichen Rennstrecke, in der auch schneller als 50 gefahren wurde. „Muss erst ein Unglück passieren, ehe reagiert wird?“, klagte Scheidt in seinen Schreiben. Eine Geschwindigkeitskontrollstelle, hatte der Kreis nach Rücksprache mit den Experten der Verkehrsbesprechung Scheidt geantwortet, sei hier „nicht möglich“.
Die Stadt reagiert
Jetzt aber reagierte die Stadt. Am Dienstagmorgen begann der Baubetriebshof-Vorarbeiter Frank Schmidt mit seinem Kollegen Rainer Beuche in der oberen Kurve der Eschenallee am kleinen Kinderspielplatz mit der Installation zweier Bremsschwellen, so genannter „Berliner Kissen“. Weitere Tempohemmnisse zur Verkehrsberuhigung wurden anschließend in der benachbarten Rotdornallee, auf Weidenweg und Großösinghausener Straße eingebaut. Jedes „Berliner Kissen“ besteht aus vier rutschsicheren Kunststoff-Elementen. „Wenn der strenge Winter nicht gewesen wäre, hätten wir die Bodenschwellen wesentlich früher einbauen können“, erklärte Franz Pütz von den Technischen Werken Burscheid mit Baubetriebshofleiter Janusz Milejski.
Ob sich Anlieger nun über eine höhere Lärmbelästigung oder mehr Auspuffabgase beschweren, bleibt abzuwarten. Ulrich Scheidt gestern zum „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Das Tempo in der oberen Eschenallee zu drosseln ist nur ein erster Schritt - gerast wird im unteren Teil immer noch. Auch da sind Hemmschwellen gefordert.“
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