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Jugendfeuerwehr

Abenteuer pur im Zeltlager

Von Diethelm Nonnenbroich, 16.05.10, 15:26h, aktualisiert 16.05.10, 15:48h

450 Kinder und Jungendliche waren dieses Jahr beim Zeltlager der Jungfeuerwehren des Kreises dabei. Fünf Tage lang gab es Abenteuer pur. Um einen Pokal kämpften die jungen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen hier auch.

Feuerwehrcamp
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Bei spannenden Spielen kämpften die jungen Feuerwehrleute um einen Pokal. (Bild: dino)
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Bei spannenden Spielen kämpften die jungen Feuerwehrleute um einen Pokal. (Bild: dino)
Kürten - „Ich bin nicht so schnell wie die anderen.“ Ein wenig traurig, leicht verfroren und reichlich verschlafen steht Marvin Groß (11 Jahre) am Spielfeldrand des Fußballplatzes in Dürscheid und schaut seinen Kameraden nach, die gerade um einen Pokal beim Kreiswettbewerb der Feuerwehrjugend kämpfen. Marvin gehört zu den 450 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, die in 56 Großzelten campieren und fünf Tage lang Abenteuer und Kameradschaft „pur“ erleben. Auch das Technische Hilfswerk ist mit zwei Gruppen dabei.

Marvins Enttäuschung, bei den Geschick und Schnelligkeit verlangenden Spielen noch nicht mitmachen zu dürfen, verfliegt schnell, als der kleine Nachwuchsfeuerwehrmann die letzten Tage Revue passieren lässt. Sein Fazit nach vier Tagen Lagerleben: „Na ja, eigentlich war es schon ganz gut“, murmelt der 11-Jährige. Das findet auch Inga Hufnagel. Die 17-Jährige aus Bergisch Gladbach ist zum letzten Mal bei einem Zeltlager der Jungfeuerwehren des Kreises dabei - nächstes Jahr ist sie schon zu alt.

„Man lernt hier neue Leute kennen, sitzt gemütlich zusammen und pflegt Freundschaften und Kameradschaft“, sagt die junge Feuerwehrfrau. Ihre Freundin Annika Magerkurth (14) von der Jugendfeuerwehr Scheiderhöhe nickt zu den Beschreibungen ihrer Freundin. Selbst etwas sagen geht nicht - vier Tage Lagerleben haben ihre Stimmbänder arg strapaziert. Am Dienstag hatte sie noch an der Zeltolympiade teilgenommen, schleppte Wassereimer über einen Hindernissparcour, trieb kleine Bälle mit Feuerpatschen um einen Rundkurs und kletterte auf Colakisten, die zu einem Turm gestapelt waren. Jetzt schaut sie ihren Freunden zu, die Feuerwehrschläuche auf Zeit verlegen, hohe Holzgatter überwinden müssen und mit einem Schlauch durch einen engen Tunnel kriechen. Alles kritisch beäugt von einer Jury, zusammengestellt aus einigen der insgesamt 70 Betreuern, die sich um das Wohl der Kinder und Jugendlichen kümmern. Die meisten Juroren sitzen erschöpft in Klappstühlen und auf Bänken. Vier Tage Lagerleben mit 450 Halbwüchsigen sind nicht spurlos an den ansonsten stresserprobten Feuerwehrmännern vorüber gegangen. „Alkohol war jedenfalls nicht im Spiel“, betont Thomas Knipper, Pressesprecher der Kreisfeuerwehrjugend. „Im Lager herrscht Alkoholverbot.“ Knipper ist zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung und spricht dem Ausrichter - den Jugendfeuerwehren Kürten - ein großes Lob aus. „Die Logistik ist tadellos. Es war ruhiger und disziplinierter als in den Vorjahren.“



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