Von Thomas Rausch, 25.05.10, 17:00h
Das Stück „Kinder der Nacht“ biete einen „prallvollen Reigen“ von Opernarien, sagte Haun. Dabei greife es ein „brisantes gesellschaftliches Thema“, die „raue Wirklichkeit des Lebens der so genannten Zigeuner“ vor 250 Jahren, auf. Haun zog Parallelen zur heutigen Situation von Illegalen und lobte, „dass hier mit Empathie und Parteilichkeit Licht auf eine Dunkelseite unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit gelenkt wird“. Außerdem würdigte er die „heilsame Wirkung“ der Musiktheater-Produktion: In dem Ensemble von „Viva l' Opera“ arbeiten professionelle und halbprofessionelle Musiker mit Patienten der Schlosspark-Klinik in Paffrath zusammen. Für die Patienten, die Drogen konsumiert und nun eine Therapie begonnen haben, bedeute das Projekt eine „Stärkung ihrer Persönlichkeiten“.
Mit der Auszeichnung durch den Stadtverband Kultur erhält „Viva l' Opera“ den von Petra Paffenholz gestalteten Wanderpreis und ein Preisgeld von 623 Euro. Diese ungewöhnliche Summe ist vom Geburtsjahr des Architekten Ludwig Bopp abgeleitet, der dem Preis seinen Namen gab. Bopp wurde 1869 geboren, diese Zahl hat der Stadtverband durch drei geteilt. Das Rahmenprogramm der Preisverleihung gestalteten Kabarettist Nico Walser und die Mielenforster Musikanten.
Das Stück „Kinder der Nacht“ von „Viva l' Opera“ ist am Freitag, 9. Juli, 19 Uhr, im Ratssaal Bensberg zu sehen. Eintritt frei.
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