Hoffen und Bangen am Quirlsberg: Beim "Rudelgucken" ging es am Sonntag nachmittag hoch her. (Bild: CA)
Hoffen und Bangen am Quirlsberg: Beim "Rudelgucken" ging es am Sonntag nachmittag hoch her. (Bild: CA)
Bergisch Gladbach -
Endlich mal ein Wochenende unter der Devise "Sonne satt!" - das musste bis zur Neige ausgekostet werden: Mehr Radfahrer und Motorräder als Autos auf den Straßen, Eisverkäufer im Dauereinsatz, volle Biergärten, Freibäder, Flussufer, kein Fleckchen im Freien blieb ungenutzt. Die WM-Spiele verfolgten viele am Radio auf der Picknickdecke, schließlich wurde es erst gestern Nachmittag spannend, als das Duell Deutschland - England angepfiffen wurde. Kinder und Jugendliche konnten ihr Wochenende "gechillt" genießen - die Arbeiten sind geschrieben, die Noten stehen fest. Die Erwachsenen ließen es sich ebenso gut gehen: Ein paar Würstchen auf den Grill, ein Salat dazu, schon war die lästige Kocherei kein Thema mehr. Allerdings mussten sich Griller sputen, Fleisch und Kohle waren vielerorts Mangelware.
Alternativen gab es genug: Wer nicht auf dem Balkon oder im Garten die heißen Tage und langen lauen Abende genoss, fand überall lauschige Orte. Heidi Meurer und Jörg Siebertz vom Organisationsteam der Interessengemeinschaft (IG) Hoffnungsthal, konnten ihr Wetter-Glück kaum fassen: Die IG hatte zur ersten "White Night" geladen, zum Fest in Weiß an einer langen Tafel auf der gesperrten Hoffnungsthaler Bahnhofstraße. Im Vorjahr hatte ein solches Fest zweimal wegen schlechten Wetters abgesagt werden müssen. Meurer: "Heute Abend ist es einfach traumhaft." Ganz in Weiß saßen rund 150 Gäste an weiß gedeckten Tischen - das Fest bot ein eindrucksvolles Bild.