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Pro und Contra

Jugendzentren vor dem Aus

Erstellt 28.06.10, 17:28h

Der Nothaushalt zwingt die Stadt zu Einsparungen. Nun soll auch im Bereich Jugendarbeit gekürzt werden. Matthias Niewels und Stefan Kunze sind unterschiedlicher Ansicht, an welchen Stellen gespart werden sollte.

Theaterstück im Q1
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Kinder bei einem Theaterstück im Q1: Wie lange ist so etwas noch möglich? (Bild: CA)
Theaterstück im Q1
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Kinder bei einem Theaterstück im Q1: Wie lange ist so etwas noch möglich? (Bild: CA)
Bergisch Gladbach - Es ist der Tagesordnungspunkt 13 („Konzept zur Förderung der offenen Jugendarbeit“) der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusse, der die freien Träger der Jugendarbeit auf die Palme bringt. Denn das neue Konzept muss vor allem eines leisten: Geld sparen. Rund 100 000 Euro will die Stadt bei der Jugendarbeit einsparen. Oder besser: Sie muss so viel Geld einsparen. Denn die Jugendarbeit gehört zu den so genannten freiwilligen Leistungen, und die müssen angesichts des Nothaushalts drastisch zurückgefahren werden. Jedes Jahr um zehn Prozent. Das bedeutet, dass es sich nicht um einen einmaligen Kraftakt handelt. Vielmehr muss sondern auch in den Folgejahren weiter gespart werden. In der Vorlage der Verwaltung wird keine zu schließende Einrichtung genannt - gleichwohl wird gefordert, dass es in Zukunft nur noch drei Jugendeinrichtungen (derzeit sind es sieben) in der Stadt geben soll. Angeboten werden soll nur eine Tagesbetreuung für Kinder ab 14 Jahre. Jüngere könnten von den Ganztagsangeboten an den Schulen profitieren. Gegen diese Pläne wehren sich die Träger der Jugendarbeit. In einem offenem Brief wird die Stadt aufgefordert, die Kürzungen zurückzunehmen. Die Jugendarbeit sei bereits so weit heruntergefahren, dass weitere Einsparungen unmöglich seien. Außerdem sei es erwiesen, dass Einsparungen bei der Jugendarbeit letztlich sehr teuer sind. Präventionsarbeit sei mittel- und langfristig erheblich billiger, als erst zu reagieren, wenn Kinder oder Jugendliche massive Probleme hätten.

Die öffentliche Ausschusssitzung beginnt heute um 17 Uhr im Rathaus Bensberg.

(nie)

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