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Fussballfest

Evita an der Gnadenkirche

Von Diethelm Nonnenbroich, 04.07.10, 17:19h

Jedes Tor der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien wurde in Bergisch Gladbach gefeiert: ein Schrei aus tausend Kehlen, Arme hoch, Nachbarn knutschen und zum Playback mitsingen.

Fußball an der Gnadenkirche
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Ausgelassener Jubel an der Gnadenkirche: Jedes Tor der deutschen Mannschaft wurde begeistert gefeiert. (Bild: Nonnenbroich)
Fußball an der Gnadenkirche
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Ausgelassener Jubel an der Gnadenkirche: Jedes Tor der deutschen Mannschaft wurde begeistert gefeiert. (Bild: Nonnenbroich)
Bergisch Gladbach - Evita in Bergisch Gladbach: Der Discjockey beim Public Viewing vor der Gnadenkirche hatte am Samstagnachmittag kein Erbarmen mit den Gauchos. Nach jedem Tor der deutschen Nationalelf spielte er den Evita-Hit „Don't cry for me Argentina“ (Weine nicht um mich, Argentinien). Immer, wenn es im Kasten der Maradona-Elf klingelte, das gleiche Ritual: ein Schrei aus tausend Kehlen, Arme hoch, Nachbarn knutschen und zum Playback mitsingen.

Als der Schiedsrichter das Spiel abpfiff, legten die Zuschauer in ihrer Feierlaune noch mal zu. Wildfremde Menschen drückten sich, schrien ihre Freude heraus, streckten sich die Hände entgegen und zeigten sich gegenseitig vier Finger für die Anzahl der Tore der Löw-Truppe. Linda Bucher: „Jetzt werden wir auch Weltmeister, keiner kann uns mehr schlagen.“ Zustimmendes Gebrüll rund um die jubelnde Fußballanhängerin.

Die begeisterte Menge brauchte nicht lange, um sich zum spontanen Straßenfest zu formieren. Schon flitzten die ersten Autos hupend durch die Bergisch Gladbacher Innenstadt. Binnen kürzester Zeit bildete sich ein Autocorso, den die Stadt noch nicht gesehen hatte.

Mehr als 90 Minuten lang rollten hunderte Fahrzeuge vom Buchmühlenparkplatz über den Driescher Kreisel, von dort Richtung Bensberg und wieder zurück. In den Autos selig jubelnde, fahnenschwenkende Fans, und der klassische Sound der Autohupe bekam Konkurrenz vom heiseren Klang der vielen Vuvuselas. Die Polizei sperrte die Straße in Richtung Herrenstrunden direkt hinter dem Quirls bis gegen 19 Uhr.

Auch Petrus hatte ein Einsehen mit den feiernden Fußballfans in Bergisch Gladbach. Am Quirls blieb man weitgehend vom Unwetter verschont. Der Discjockey packte unterdessen seine Sachen wieder ein. Welchen spanischen Hit er am Mittwoch auflegt, bleibt sein Geheimnis.



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