Von Gabriele Krüper, 16.07.10, 16:14h
Dahinter stehen Michael Radermacher und seine Lebensgefährtin Ursula Wiegand, die nach mehr als einjährigem Leerstand das großräumige Haus mit Blick auf Kuhwiesen und Hügel neu beleben wollen. Der mehrfach ausgezeichnete „Sonne“-Chefkoch Christof Geier und Manager Elmar Buhr waren im Frühjahr nach fünf Jahren nach Köln abgewandert. Blank gescheuerte Holztische und rustikale Stühle aus Omas Küche prägen nun das Ambiente. Die vergangenen Wochen waren hektisch.
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In der Küche führt Michael Radermacher Regie. Insgesamt arbeiten zehn Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit im Restaurant. Das Paar hat bisher ein Kartoffelhaus in einer alten Mühle bei Wermelskirchen betrieben. Irgendwann kam das Angebot, nach Sommerhausen zu kommen. Dass das Mucher Haus etwas „ab vom Schuss“ liegt, schreckt Radermacher nicht: „Die Mühle lag ganz einsam“, sagt er.
Radermacher tüftelt mit Vorliebe an neuen Rezepten; dafür hat er montags und dienstags Zeit, während mittwochs bis freitags von 16 bis 24 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 24 Uhr geöffnet ist. Das Haus wird Station für Elektro-Bikes, die Mitgliedschaft im neuen Tourismusverein „Bergisch-hoch-4“ ist angestrebt. „Bei uns sind Radfahrer, Familien und Wanderer willkommen“, betont Wiegand.
Natürlich gibt's mehr als Kartoffeln - aber irgendwo versteckt sich die Knolle doch: Zum Salat mit Obst und Nüssen wird Kartoffelbrot gereicht, extra in der Schlossbäckerei in Hückeswagen gebacken.
Frisch vom Grill
Die Pizza ist eine Kartoffelpizza ohne Mehl, „auch für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit geeignet“, erklärt Ursula Wiegand, die aus dem Bergischen stammt. Es gibt auch laktosefreie Gerichte. Die Reibekuchen kommen nicht aus der Fritteuse, sondern von der Grillplatte. Bart-, Grill- und Pellkartoffel dürfen nicht fehlen, ebenso wenig Gratin, Püree oder Kartoffelkruste.
Am Wochenende „verwandelt sich die Kartoffel in eine süße Waffel“, verspricht Radermacher. Beim Eis wurde - zum Glück - eine Ausnahme gemacht. Zum Abschluss gibt's Kartoffelschnaps oder „Radermacher Aquavit“, den Michael Radermacher zufällig in Belgien entdeckt hat.
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