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Love Parade

Feuerwehr aus Rhein-Berg half

Von Malte Ewert, 25.07.10, 13:06h, aktualisiert 26.07.10, 15:05h

Die bergischen Rettungskräfte sind am Samstagabend zur Unterstützung nach Duisburg angefordert worden. Dort hatte es bei der Love Parade eine Massenpanik gegeben, bei der 19 Menschen ihr Leben verloren.

Bergisch Gladbach / Duisburg - Die Katastrophe bei der „Love Parade“ in Duisburg hat zahlreiche Rettungskräfte aus Rhein-Berg auf den Plan gerufen. Feuerwehr und Erste-Hilfe-Trupps rückten mit 111 Personen und 35 Fahrzeuge aus, um in der Ruhrgebiets-Stadt auszuhelfen. „Wir mussten uns allerdings nicht an der Bergung der Toten und Verletzten beteiligen“, berichtete Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden, unter dessen Kommando der Hilfskonvoi stand. Die Rhein-Berger bezogen einen Bereitschaftsraum im Duisburger Stadtgebiet, um für den Fall gewappnet zu sein, dass es am späten Abend zu erneuten Zwischenfällen bei der Abreise der Techno-Fans kommen sollte. Um 18.06 Uhr ging der Alarm in Bergisch Gladbach ein. Angefordert wurde der so genannte Behandlungsplatz 50, der eine genau festgelegte Zahl von Personen und Fahrzeugen umfasst. Neben der Feuerwehr waren das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariterbund und drei Notärzte mit von der Partie. Dieser Alarmplan war seinerzeit im Vorfeld des Weltjugendtages der katholischen Kirche aufgelegt worden, um für Großschadens-Ereignisse gewappnet zu sein. Die Katastrophe von Duisburg mit bislang 19 Toten und mehr als 300 Verletzten war der erste „scharfe“ Alarmeinsatz für den Behandlungsplatz 50. Bisher hatte es nur Übungen gegeben.

Die Einsatzkräfte aus Rhein-Berg hätten innerhalb einer Stunde 50 Schwerstverletzte versorgen müssen, so die Vorschrift. Dazu kam es glücklicherweise aber nicht, weil nach der Massenpanik im Tunnel am alten Duisburger Güterbahnhof am frühen Abend keine weiteren gravierende Zwischenfälle auftraten. So konnten die bergischen Retter gegen 2 Uhr in der Nacht wieder die Heimreise antreten.

„Die Alarmierung und der gesamte Einsatz unserer Mitarbeiter haben reibungslos geklappt“, sagte Weiden. „Ich bin sehr zufrieden, wenn man das in diesem Zusammenhang angesichts der fürchterlichen Ereignisse überhaupt sagen darf.“ Die Rhein-Berger waren mit ihrem Konvoi nicht auf eigene Faust nach Duisburg gefahren. Alle Kräfte aus der Region Köln wurden zunächst in Leverkusen zusammengezogen, bevor man sich in Richtung Norden in Marsch setzte.



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