Von Stefan Kunze, 29.07.10, 16:35h, aktualisiert 29.07.10, 16:54h
Damit soll gezeigt werden, wo Wasser, das sich in dem Trichter sammelt, später abfließt. Laut Plan soll es durch ein Rohr unter der gesamten Deponie hindurch laufen und unterhalb in ein Regenrückhaltebecken münden. Die Anwohner und Mitglieder der Bürgerinitiative „Das Sülztal stellt sich quer“ befürchten, dass es, belastet durch Deponiereste, später „irgendwo“ austritt.
Im März hatte es massive Proteste von Anwohnern gegeben nachdem bekannt geworden war, dass der Betreiber dort künftig DK1-Abfälle wie Rost- und Kesselasche abladen möchte. Rostasche bleibt übrig, wenn Hausabfälle verbrannt werden. Schließlich setzte sich die Bezirksregierung mit ihrer Ansicht durch, dass für die Änderung der Deponieklasse der Regionalplan geändert werden müsse. Das dauert - sollte es beantragt werden - rund zwei Jahre. Beobachter rechnen nicht mehr mit einem Wiederaufleben der Pläne. Um die Wogen zu glätten, hatten sich der Rheinisch-Bergische Kreis, der Deponiebetreiber Avea und die Bürgerinitiative auf eine Reihe von Maßnahmen am Lüderich geeinigt. Dazu zählt die Untersuchung, wohin das Wasser aus der Deponie abläuft.
Ein gutes halbes Dutzend Deponiegegner beobachtete mit Argusaugen jeden Schritt der Wasserprüfer. Denn im Regenrückhaltebecken unterhalb der Deponie kam kein grünes Wasser an - kein gutes Zeichen. Also musste Plan B greifen, eine Art Kamerawagen, der durch das Rohr fahren kann. So soll geschaut werden, ob das Rohr frei ist und ob es gebrochene Stellen gibt, an denen Wasser auf dem Weg in Richtung Tal austreten kann. Doch auch dieser Test musste abgebrochen werden. Von oben konnte das Prüfgerät eine enge Kurve im Rohr nicht passieren. Vom Rückhaltebecken aus ins Rohr gesetzt, bewältigte das Gerät nach rund 30 Metern die Steigung des Hanges nicht mehr. Nun wird überlegt, ob bei einem neuen Termin die Durchlässigkeit des Rohres geprüft werden soll. Alternativ könnte eine Pumpe Wasser aus dem Trichter heraus und in das Rückhaltebecken pumpen.
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