Von Timm Gatter, 04.08.10, 09:21h
„Maulkorb verordnet“
Spätestens nach der Jahreshauptversammlung im April hätte der Schirmherr die Spannungen im Vorstand aufgreifen müssen: „Damals wäre ein Gespräch mit allen Vorstandsmitgliedern und Beiräten angebracht gewesen und hätte vielleicht Schlimmeres verhindert.“ Um weiteren Schaden von der Tafel abzuwenden, habe sie sowohl aus dem Verständnis der Vereinssatzung heraus, als auch dem eigenen Gewissen gegenüber die Missstände öffentlich gemacht: „Der mir vom Vorsitzenden verordnete Maulkorb kann nicht der richtige Weg sein.“ Kontroverse Meinungen und kritische Fragen im Vorstand dürften nicht unter den Teppich gekehrt werden. Erst auf der demnächst anstehenden außerordentlichen Versammlung würden die wahren Hintergründe auf den Tisch gelegt. Sie habe sich in all den Jahren mit hohem Einsatz und ständiger Rufbereitschaft für die Idee der Burscheider Tafel engagiert, um die Kunden mit Lebensmitteln bestmöglich zu versorgen, „oft über die Grenzen meiner körperlichen und psychischen Grenzen hinaus“.
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