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Breitband-Internet

LTE gegen weiße Flecken

Von Heike Hüschemenger, 06.08.10, 12:03h

Die Gemeinde Morsbach war mit ihren Bemühungen bei der Telekom erfolgreich. Die Telekom will die Antennenanlagen am Sportplatz Holpe und auf dem Dach der Spedition Schmallenbach in Lichtenberg mit der nächsten Mobilfunkgeneration LTE ausstatten.

MORSBACH - Manchmal muss man dicke Bretter bohren, um das Ziel zu erreichen: Die Gemeinde Morsbach hat sehr ausdauernd bei der Telekom gebohrt. „Wir sind denen regelrecht auf den Geist gegangen“, schildert Bauamtsleiter Johannes Mauelshagen das Bemühen der Kommune, ihre Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnstandort durch einen flächendeckenden Breitband-Internetzugang zu steigern.

Jetzt kann ein Erfolg verbucht werden: Die Telekom will die Antennenanlagen am Sportplatz Holpe und auf dem Dach der Spedition Schmallenbach in Lichtenberg mit der nächsten Mobilfunkgeneration LTE ausstatten.

Bekanntlich hat sich der Konzern im Mai erfolgreich an der bislang größten deutschen Frequenzversteigerung beteiligt, was Voraussetzung für den Netzausbau im Mobilfunk mit der so genannten LTE-Technik (Long Term Evolution) und damit für eine bessere Breitbandversorgung ist. LTE ermöglicht deutlich höhere Datenraten als der bisherige UMTS-Standard und verbessert den breitbandigen Zugang ins mobile Internet. „Das Erlebnis des mobilen Internets wird das gleiche Niveau wie das Surfen zu Hause über DSL erreichen“, preist die Telekom die neue Technik an.

Bei diesem Netzausbau, so schrieb die Bundesnetz-Agentur in der Lizenzauflage fest, muss die Versorgung der so genannten „weißen Flecken“ im ländlichen Bereich Vorrang haben und zu 90 Prozent abgedeckt sein, bevor in den Ballungszentren investiert wird.

Kaum hatten diese Nachrichten die Runde gemacht, klopften die Morsbacher erneut bei der Telekom an, denn sie können ihre weißen Flecken im Gemeindegebiet aufgrund einer Bürgerbefragung belegen. Die unversorgten Bereiche liegen im Gebiet Holpe / Erblingen und Wendershagen / Korseifen.

Daraufhin haben die Morsbacher von der Telekom die Zusage, die Antennenanlagen in Holpe und Lichtenberg mit LTE-Technik aufzurüsten, allerdings vorbehaltlich der Prüfung, ob die Versorgung der Anlagen über Funk oder Glasfaserkabel erfolgen kann. Nach Mitteilung von Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney, müsse außer der Statik auch die funktechnische Eignung geprüft werden, ferner die Zahl der Kunden ermittelt werden, die von der Antennenanlage erreicht werde. Geplant ist, Ende August / Anfang September ein Gespräch mit der Gemeinde zu führen. „Dann wird man weitersehen“, sagte McKinney.



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