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25 Jahre AdK

Der Reichtum der Varianten

Von Thomas Rausch, 17.08.10, 16:35h, aktualisiert 17.08.10, 16:37h

Neue Einblicke gibt der zweite Teil der Ausstellung "25 Jahre Adk" in der Villa Zanders. Die Besucher bekommen noch mehr mit von der Vielfalt des Schaffens im Arbeitskreis, der 1985 gegründet wurde.

Farbtransfer
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"Farbtransfer in Zellstoff" heißt diese Arbeit von Wolfgang Heuwinkel. (Bild: CA)
Farbtransfer
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"Farbtransfer in Zellstoff" heißt diese Arbeit von Wolfgang Heuwinkel. (Bild: CA)
Living in a Box
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Das menschliche Dasein und unterschiedliche individuelle Reaktionen refletkiert Monika Barfknecht in "Living in a Box". (Bild: Arlinghaus)
Living in a Box
Bergisch Gladbach - Zehn weiße Porzellanschalen auf Metallgrund empfangen den Besucher im ersten Stock der Villa Zanders. Die Form der Schalen ist gleich, eine jede ist mit gleich viel Sand gefüllt - nur die Neigung der Schalen variiert, und der Sand ist unterschiedlich verteilt. „Gleiches Maß“ hat Künstlerin Edda Jende ihre Installation genannt. Für den zweiten Teil der Ausstellung „25 Jahre AdK“ scheint sie programmatisch: 21 Künstler können sich gleichermaßen präsentieren, doch jeder auf seine Weise.

Die Besucher bekommen damit noch mehr von der Vielfalt des Schaffens im „Arbeitskreis der Künstler“ (AdK) zu sehen. Rosemarie Steinbach-Fuß hat Variationen von Rot beigetragen - äußerst reduziert in der Form, intensiv in der Wirkung der Farbe.

Ein paar Schritte weiter beschäftigt sich Ly Heise in den Collagen „Auflösung I“ und „Auflösung II“ mit dem Verschwinden von Formen. Mit dem Zusammenwirken von Farbe und Zellstoff hat Wolfgang Heuwinkel in einer großformatigen Arbeit experimentiert.

Der Strom der Wörter

Auf die bedrohte Existenz des Menschen macht Berret Smith in zwei Acrylbildern aufmerksam, während Collagen von Elisabeth Jansen die moderne Kommunikation reflektieren: Ihre Arbeit „die, zehntausend die“ mit lauter winzigen Zeitungsschnipseln, die das immer gleiche Wort „die“ in unterschiedlichen Schrifttypen wiedergeben, demonstriert den endlosen Strom von Wörtern und Texten in den Medien.

Mit Formen, die sich wiederholen und dabei variieren, beschäftigt sich Ingrid Jeschke-Wessel in „Sequenzen I“ und „Sequenzen II“. Varianten menschlichen Verhaltens und menschlicher Existenz untersucht dagegen Monika Barfknecht in „Living in a Box“: Sie platziert zehn unterschiedlich bemalte Keramikfiguren jeweils in ein gleich großes weißes Kästchen - und zeigt ihre individuellen Reaktionen, aber auch ihre jeweilige Lebenssituation. Eine Figur ist hinter Gittern, eine andere klettert an einem Seil hoch und trifft doch auf die Decke ihres Kästchens, wieder andere Figuren sind schlafend, entspannt oder verzweifelt zu sehen. Alle Varianten lassen sich hier nicht beschreiben, ebenso wenig wie alle Arbeiten in der Jubiläumsausstellung. Neben den genannten Künstlern sind auch Doris Backhaus, Martin Elsässer, Renate Fischer, Ingrid Golz, Werner Grau, Ursula Henze, Walter Jansen, Karin Koesler-Klietsch, Karin Kuthe, Dagmar Laustroer, Petra Christine Schiefer, Barbara Stewen und Mechtild Stroß an der Ausstellung beteiligt.

Der zweite Teil der Ausstellung „25 Jahre AdK“ ist bis zum 12. September in der Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz, zu sehen.



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