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Beispielhafte Völkerverständigung

Von Timm Gatter, 27.08.10, 13:46h

In Burscheid treffen sich Jugendliche aus acht Nationen zur gemeinnützigen Arbeit. Drei Wochen verbringen die Jugendlichen bis zum 3. September ihren Urlaub im Burscheider Workcamp der „Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste“

Gemeinschaftswerk
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Elf Jugendliche aus acht Nationen zimmerten mit Hilfe von Wolfgang Hagenbeck und Michael Schwarz eine Nistkastenwand. (Bild: Berg)
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Elf Jugendliche aus acht Nationen zimmerten mit Hilfe von Wolfgang Hagenbeck und Michael Schwarz eine Nistkastenwand. (Bild: Berg)
Burscheid - „Die Truppe ist hoch motiviert - der Aufenthalt in Burscheid machte uns einen Riesenspaß.“ Begeistert bilanzierte am Donnerstagmittag Gruppenleiterin Gina Comos (23) die interkulturelle Begegnung von elf Jugendlichen aus acht Nationen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna Hesping (22) übernahm sie die Mentorfunktion in der Gruppe der Mädchen und Jungen im Alter von 17 bis 23 Jahren. Drei Wochen verbringen die Jugendlichen bis zum 3. September ihren Urlaub im Burscheider Workcamp der „Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste“ (IJGD). Ermöglicht wird der Aufenthalt durch das finanzielle Engagement des Automobilzulieferers Johnson Controls (JC). Das Unternehmen sorgte in diesem Jahr zum zweiten Mal für den Verbleib des Workcamps in Burscheid. 2009 ging es vor allem um die Innenarbeiten für die neue Megaphon-Carrerabahn. Auch diesmal arbeiten die freiwilligen Helfer aus Italien, Rumänien, Tschechien, Türkei, Estland, Japan, Korea und Deutschland für einen gemeinnützigen Zweck. Gestern wurde die selbst gebaute Nistkastenwand für den „Weg der Sinne“ im Altenzentrum Luchtenberg-Richartz-Haus vorgestellt. Nächste Woche wollen die Jugendlichen den Schulgarten mit Teichanlage und Sumpfzone der Hauptschule auf Vordermann bringen. Beim Bau der Nistkästen samt geschiefertem Dach gaben Wolfgang Hagenbeck und Michael Schwarz vom Vorstand des Fördervereins Altenzentrum wertvolle Tipps - auch ein Bewohner, Schreinermeister Ernst Mrozek, half mit. Die Idee zu dem Projekt hatte Barbara Borkowski vom Sozialen Dienst, die Betreuung übernahm Annekathrin Broemel. Für die JC-Unternehmenssprecherin Astrid Schafmeister, ihre Projektleiterin Christina Gottschau sowie IJGD-Referentin Nicole Thönnes ist das Projekt Teil des sozialen Firmenengagements in Deutschland. Bürgermeister Stefan Caplan: „Die Jugendlichen haben das Leitmotiv "Vielfalt, Umwelt und Nachhaltigkeit" mit Leben erfüllt.“

Abends stellte Megaphonleiter Manfred Zenses das Jugendzentrum zur Verfügung. Für die Unterkunft sorgte die Stadt in ihrem Haus Luisenhöhe 7. „Wir wollen auch nach dem Workcamp alle in Verbindung bleiben“, sagte Radka Sklenicnova (19) aus Tschechien. Da begann gerade das „interkulturelle Fest“ im Altenzentrum. Am 31. August gibts mit den JC-Azubis einen gemeinsamen Grillabend im Megaphon.



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