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Lüderich

„Das ist eine tolle Nachricht“

Von Stefan Kunze, 31.08.10, 17:16h

Aufatmen bei den Gegnern der Deponie in Steinenbrück: Die DKI-Pläne für die Deponie am Lüderich sind Geschichte. Künftig werden die Abfälle auswärts entsorgt.

Lüderich
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(Archivbild: Arlinghaus)
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(Archivbild: Arlinghaus)
Overath - Der Ausbau der Deponie auf dem Lüderich für DK1-Abfälle ist passé. Am Dienstag erklärten der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) und die beiden Landräte Rolf Menzel (Rhein-Berg) und Hagen Jobi (Oberberg), dass die Pläne nicht weiter verfolgt werden. Der Grund: Noch mindestens fünf Jahre würden ins Land gehen, bis tatsächlich derartige Abfälle abgeladen werden könnten. Damit schwindet das Zeitfenster, denn 2019 ist am Lüderich mit dem Deponiebetrieb definitiv Schluss. „Das hätte sich dann nicht mehr gelohnt“, sagte Menzel. Zudem traten im Rahmen der Voruntersuchungen neue Probleme auf: So hätte beispielsweise eine zusätzliche mineralische Schicht unter dem Gelände eingezogen und eine Sickerwasseraufbereitungsanlage gebaut werden müssen. Das hätte die Kosten weiter in die Höhe getrieben. Damit war das Projekt nicht mehr rentabel.

Zur Geschichte: Im Februar wurden die BAV-Pläne bekannt, am Lüderich anstelle von Erde künftig DKI-Abfälle abzuladen. Dabei handelt es sich um die Reste, die in der Müllverbrennungsanlage Leverkusen übrig bleiben. Dagegen hatten die Anwohner massiv protestiert. Über 6000 Einwände schickten sie an den Rheinisch-Bergischen Kreis. Mit Erfolg.

In Steinenbrück war die Freude gestern riesig. „Das ist eine tolle Nachricht. Da haben wir lange drauf hingearbeitet“ sagte Paul Falk von der Bürgerinititative „Das Sülztal stellt sich quer“.

Am 22. September muss die Verbandsversammlung des BAV den neuen Plänen zustimmen. Der weitere Betrieb des Lüderich als Erddeponie ist von den Änderungen nicht betroffen.

Sorgen, die DKI-Abfälle könnten nun auf der Deponie an der Leppe in Lindlar entsorgt werden, trat Jobi entgegen. „Dort ist 2020 wie geplant Schluss“, sagte er. Das Restvolumen beträgt für Abfälle der Klasse DKI 680 000 Tonnen und für DKII 400 000 Tonnen.

Doch wohin mit den Abfällen, die auch im Rheinisch-Bergischen Kreis entstehen? Derzeit sucht der Entsorger Avea in der Großregion nach Alternativen. „Es gibt einen funktionierenden Markt hierfür“, sagte Jürgen Sprokamp von der Avea.

Mit den neuen Plänen muss auch die Avea ihre Strategie ändern. Bislang wollte das Unternehmen fremde Rostasche gegen gutes Geld in Rhein-Berg deponieren. Das Restvolumen An der Leppe reicht jedoch nur noch für eigenen DKI-Abfälle aus dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis.



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