Von Gisela Schwarz, 14.11.11, 16:50h
Aber richtig zulangen nach Art des jungen Virtuosen, wie es ja auch Liszt zum Zeitpunkt der Komposition war, durfte er dann im „Orage“. Da konnten dann die Kräfte für das Kernstück, das romantisch-ideale „Vallée d’ Oberman“ schon einmal freigegeben werden. Die letzten drei Stücke des tonal so in die Zukunft weisenden Zyklus’ ließen wieder vor allem den poetischen Ton entwickeln und bewiesen, dass Chamot offenbar auch die geistige Auseinandersetzung mit seinem Repertoire nicht scheut: Da klingt die Idee der Vereinigung aller Künste in der Musik mit, der Liszt zunehmend seine Schriften widmete. Doch besonders an diesem Abend war es nicht nur der Schüler als Klaviervirtuose, sondern auch die ebenso unterhaltende wie kenntnisreiche Moderation und Programmgestaltung der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik am Otto-Hahn-Gymnasium, die sich getrost ein exzellentes Niveau bescheinigen lassen darf. Dass die eingeblendeten Bilder aus der Schweiz aus der Feder von Liszts Komponistenkollegen Mendelssohn stammten, machte den Abend nur noch runder.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige