Von Thomas Rausch, 22.01.12, 16:58h
Da liegt ein Rückblick auf die Arbeit von Corts nahe. Und damit fällt auf, dass im Verhältnis von Stadt und Verein nicht immer die Sonne schien. Schon im Herbst 2005 rang der Verein – mit Corts an der Spitze – um die Existenz der Städtischen Galerie, Gegenspieler war der damalige Bürgermeister Klaus Orth. Im Herbst 2010 folgte eine Neuinszenierung des selben Stücks, die Rolle von Orth spielte nun Urbach. Zunächst sollte der Verein Galerie + Schloss die Trägerschaft der Villa übernehmen, anschließend wollte die Stadt von dieser Idee nichts mehr wissen. Beide Seiten rangen lange miteinander, ehe sie im April 2011 kundtaten, der Streit sei beigelegt.
Für Corts kam die Einigkeit zu spät, sie legte den Vereinsvorsitz nieder: „Ich war so unzufrieden mit diesem zähen Prozess, dass ich nicht mehr weiter amtieren wollte“, erklärte sie. „Ich wollte ein Zeichen setzen, dass Ehrenamt nicht selbstverständlich ist.“ Nun, kaum neun Monate später, hat Urbach reagiert: Er würdigte das Engagement von Corts. Seit mehr als 15 Jahren hat sie sich um die Kultur in Bergisch Gladbach verdient gemacht. Von 1996 bis 2000 setzte sie Akzente als Vorsitzende im Arbeitskreis der Künstler (AdK), 2002 war sie an der Gründung des Stadtverbands Kultur beteiligt. Sie amtierte als Gründungsvorsitzende, anschließend als zweite Vorsitzende.
Ab 2001 engagierte sie sich als Vereinsvorsitzende der „Freunde der Städtischen Galerie Villa Zanders“, nach der Fusion mit dem Schloss Bensberg e.V. war sie ab 2003 Vorsitzende des neuen Vereins Galerie + Schloss. Dieser entwickelte ein umfangreiches Kulturprogramm, warb erfolgreich um Sponsoren und entlastete die Stadt durch ehrenamtlichen Einsatz in der Villa Zanders. Seit 2010 ist Corts im Arbeitskreis Baukultur aktiv, einem Zusammenschluss von Architekten in Bergisch Gladbach.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige