Von Malte Ewert, 25.01.12, 14:43h, aktualisiert 25.01.12, 14:48h
„Die Auffahrt zum Schloss hat Jubiläum. Im zwanzigsten Jahr fahren wir da jetzt vorbei“, verriet Streckenplaner Werner Schneider. Er hat wieder einmal ganze Arbeit leisten müssen, denn weite Teile des 197-Kilometer-Rennens führen über neues Terrain. Die Rundfahrt beginnt diesmal auf dem Schlossplatz in Hückeswagen. Nach einem Rundkurs um die Bevertalsperre geht es über Wipperfürth und Lindlar in den Rheinisch-Bergischen Kreis, der wieder das Herzstück der Tour bildet. Nach der Durchfahrt von Kürten hat Schneider eine neue Schleife eingefügt, die über Bechen und Neschen führt: „Ich bin immer bemüht, mir ab und zu etwas Neues auszudenken.“
Ab dem Kreisverkehr Odenthal ist die Profi-Strecke weitgehend identisch mit den Jedermann-Rennen für die Hobbyradler. Sie können diesmal wählen zwischen einem 69 und einer 126 Kilometer langen Streckenverlauf. Natürlich sind die Amateure zu anderen Zeiten unterwegs, damit sie den Profis nicht im Weg sind. Nach der Kreuzung in Spitze geht es auf Bergisch Gladbacher Gebiet und dann über Forsbach, Rösrath und Overath wie gewohnt weiter zurück nach Bergisch Gladbach. Die Kopfsteinpflasterpiste hoch zum Schloss ist zweimal zu bewältigen. Ab Kleineichen bleibt es dann flach bis zur Zieleinfahrt im Kölner Rheinauhafen.
„Die Strecke ist wieder sehr anspruchsvoll. Es geht nur rauf und runter“, freute sich Ex-Radweltmeister Rudi Altig, der mal in Eikamp gewohnt hat und als sportlicher Leiter auftreten wird. Chef-Organisator Artur Tabat, der am 25. Januar seinen 70. Geburtstag feierte und einen dicken Kuchen in Empfang nehmen konnte, hofft auf gutes Wetter. Sportlich und finanziell habe man im vergangenen Jahr gut abgeschnitten, so dass man wieder schlagkräftige Mannschaften an den Start bringen wolle. Erstmals wird auch eine Deutsche Nationalmannschaft mitfahren, die aus Fahrern gebildet wird, deren Werksteam nicht an den Start geht. Auf diese Weise sollen auch Spitzenfahrer wie Danilo Hondo dabei sein können.
Als neuen Hauptsponsor wurde der Autohersteller Skoda gewonnen. Der WDR will eine 45-minütige Aufzeichnung des Rennens senden. An vielen Punkten der Strecke soll es so genannte Event-Points geben, die von den örtlichen Vereinen und Sponsoren gestaltet werden. Ohnehin ist „Rund um Köln“ längst zu einer Marke für Rhein-Berg geworden, weil sich alle Kommunen entlang der Route an der Organisation beteiligen. Ohne dieses Engagement wäre die Rundfahrt nicht mehr zu finanzieren.
Autofahrer müssen am Ostermontag mit zum Teil erheblichen Problemen rechnen. Denn viele Straßen müssen wie immer wieder gesperrt werden. Den Zuschauern – im vergangenen Jahr waren es 80.0000 entlang der Strecke – wird geraten, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Rad anzureisen. Dann kann nicht mehr viel schiefgehen. Wie sagte doch Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach: „Für Ostenmontag freuen wir uns ein Loch in den Bauch.“
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